Akte 
Manuskript "Frauen ihres Jahrhunderts"
Entstehung
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durch reaktionäre Gesetze und einen ebensolchen behördlichenWillen gehindert worden war.

Helene Grünberg war schon als Zwei undzwanzigjährige zurArbeiterbewegung gestoßen und hatte sich im" Verband derSchneider und Schneiderinnen" organisiert, sehr bald auch alsRednerin betätigt. Ein früherer Nürnberger Kollege und Heleneschreibt:"... Für den Schneider- und Schneiderinnen- Verbandhatte sie schon viele Versammlungen für uns abgehalten, warauch wochenlang auf Versammlungstouren in den Orten derKonfektionsindustrie.

Ihre Anstellung als Arbeiter-

sekretärin ist ebenfalls ein Zeugnis für das moderne Denkender Nürnberger Arbeiter. Die Arbeitersekretäre konnten ihreständig wachsende Arbeit nicht mehr bewältigen. Die Anstellungeiner weiteren Kraft schien notwendig. Aber entgegen einemAntrag der Aufsichtskommission des Arbeitersekretariatswurde der dringende Wunsch nach einer weiblichen Kraft laut.Zur Begründung dafür wurde darauf hingewiesen, daß eine all-gemeine Agitation unter den Arbeiterinnen dringend notwendigsei. Das Gewerkschaftskartell beschloss entsprechend. DieStellung wurde ausgeschrieben im" Korrespondenzblatt derGeneralkommission", in der" Fränkischen Tagespost", im" Vorwärts" und in der" Gleichheit". Unter den eingelaufenenBewerbungen wurde die von Helene als die beste ausgewählt.Am 1.Juli 1905 trat sie ihr ihre Stellung an. Der nachdreimonatiger Probezeit abgeschlossene Vertrag wurde dem derSekretäre angepaßt. Hier galt damals schon:" Gleiche Ent-

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