6.
Marie Hofmann, eine gebildete Frau aus dem Bürgertum, sie war die stellvertre-tende Vorsitzende im Deutschen Kulturbund. Beide gehörten dann zu den trei-benden Kräften, die zu einem vereinsmässigen Zusammenschluss der Arbeite-XXXXXXXXXrinnen drängten. XXXXXXXXW** X* und dabei mit-helfen. In der Form und Tendenz schwebte ihnen der von der Polizei aufgelösteArbeiter- Frauen- und Mädchenverein( von 1873-77) vor, natürlich unter Anwen-dung der inzwischen erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen. Was wichtig war:Die Frauen Ihrer, Staegemann, Cantius, Wabnitz, Rohrlack u.a. hatten die beidenFrauen in den Debatten ganz davon überzeugt, dass die Prostitution, dieseebenso wie die/tiefe Erniedrigung für das weibliche Geschlecht, IE/ verbogenen Anschauungendarüber und die schlimmen Auswüchse der Organe für Gesetz und Ordnung engund Organisierung/mit der Wirtschaftsgestaltung und der Entwicklung/ der menschlichen Gesell-chaft zusammen hingen. Und dass es eine Frage der Organisierung der Lohn-arbeit für die Frauen und eine Ausgestaltung der sozialen Gesetzgebung sei,nach der sich die allgemeine Lage der Frauen, ihre moralische Widerstands-kraft, ihre kulturelle Entwicklung gestalten würde.
So wurde unter sehr günstigen Vorzeichen der" Verein zur Vertretung derInteressen der Arbeiterinnen" gegründet.( siehe auch Pauline Staegemann undEmma Ihrer ) Man hätte Gertrud Guilleaume sehr gerne als Vorsitzende gehabt.Es musste eingesehen werden, dass sie als schweizerische Staatsangehörigeund bei der polizeilichen Aufmerksamkeit, die sie schon genoss, XXX dasaicht zu empfehlen war. Man machte sie zur Ehrenpräsidentin. Das widerstrebtediente dem Verein als Mitgliedihr.Sie XXXXXXXXXXXXXXXXX mit ihrer ganzen Kraft und HingabeDer Verein lebte nicht lange, er wurde ein Opfer des Gesetzes, das gegen Ar-beiterinnen un vieles schärfer angewendet wurde, als gegen die Gründungender guten Bürgerinnen.- Die Arbeiterinnen waren wieder ohne Mittelpunkt.XXXSie fanden als notdürftige, illegale Zuflucht die 1884 entstandene" Zen-tral- Kranken- und Sterbekasse für Frauen und Mädchen", die in Offenbach ihremSitz hatte und viele Zweigstellen unterhielt, so auch in Berlin . Mit Hilfe ddieser Organisation war es für Gertrud Guilleaume-Schack möglich, für kurzeZeit eine Zeitschrift," Die Staatsbürgerin" herauszugeben, als Bindegliedund Informationsorgan. Es war die erste Zeitung der Arbeiterinnen, sie wirdals Vorläuferin der" Gleichheit" bezeichnet. Es erschienen 24 Nummern.Im