Akte 
Manuskript "Frauen ihres Jahrhunderts"
Entstehung
Keine Angabe
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Als es der damaligen Reichsregierung klar wurde, daß einstarker Fraueneinsatz in der Kriegsindustrie nicht so einfachmöglich war, hatte man eine Frau, Dr.Marie Elisabeth Lüders ,vom Kriegsamt als Referentin für diese Fragen berufen.

Bei aller akademischen Bildung hätte sie ohne die sachkundigeHilfe von solchen Frauen wie Gertrud ihre Aufgabe nicht lösenkönnen. Die Arbeit in der Kriegsindustrie zwang ja dieFrauen nicht nur tagsüber aus dem Hause heraus. Sie mußtenin der Nacht und zum Teil am dritten Ort arbeiten, dieseMöglichkeiten waren nur durch umfassende soziale Maßnahmenzu schaffen. Die Familien( Kinder, Alte) mußten versorgtwerden, die Frage des Schutzes keimenden Lebens und dieSorge für die Mütter rückte den Herren in der Regierung,denen die Notwendigkeit der Lösung dieser Fragen bisherso weltenfern lag, bedenklich nahe. Ihr reaktionärerInstinkt witterte hinter den Augenblickmaßnahmen sehr wohldie sozialpolitische Forderung der Zukunft, gegen die siesich ach so gern- abschließen wollten.

1916, als die politischen Meinungsverschiedenheiten zurFrage der Kriegskredite auch die Frauen stark ergriffenhatten und die damalige" Gleichheit" von vielen Frauen nichtmehr akzeptiert wurde, wurde die" GewerkschaftlicheFrauenzeitung" gegründet. Bis dahin war das Blatt dersozialistischen Frauenbewegung, das die vielseitigen

Erscheinungen der Frauenerwerbsarbeit geschickt und ständigbehandelt hatte, von den gewerkschaftlich organisiertenFrauen gern gelesen worden. Nun aber we Ruf nach einerder

" eigenen" Frauenzeitung recht dringend. Gertrud

beauftragt

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dazu

redigierte diese neue Zeitung. Jede Nummer

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