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( 1864- 1944)
Wenn Männer wegen ihrer Lebensleistung anerkannt, manchmalauch gefeiert werden, pflegen sie oft zu antworten, daßihre Arbeit nur mit dem Beistand und der Kameradschaft ihrerLebensgefährtin getan werden konnte. So s chrieb es Karl Marx an Wilhelm Liebknecht , so hörten wir es an seinem siebzigstenGeburtstag von August Bebel , als er von seiner Julie sprach.So wissen wir es von dem sozialistischen Wissenschaftlerund Schriftsteller Karl Kautsky , der uns Jungen von damalserst Karl Marx und den Sozialismus so nahe brachte, daßwir ihn verstehen konnten, Alle, die wir uns zu Ende desneunzehnten und in den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhundertsabmühten, um in die sozialistische Ideenwelt einzudringen,standen auf den Schultern von Karl Kautsky . Auch die, dieihn nicht oder nicht in allem anerkennen wollten, hattensich zuerst einmal mit dem vertraut zu machen, was er uns
berichtete.
Wir wollen feststellen, daß die Frau des so intensivarbeitenden, so oft angegriffenen Schriftstellers, der nochdazu nicht von robuster Gesundheit war, schon sehr vielgeleistet hätte, wenn sie nur um diesen Mann herum eine ruhigeund ungestörte, harmonische Atmosphäre geschaffen hätte,in der allein er so hätte arbeiten können, wie es geschah.
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