Akte 
Manuskript "Frauen ihres Jahrhunderts"
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Kirschmann

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sich/

In ihrem schlichten Arbeitszimmer hatte XX/ eine kleine, aber auserlesene

Bücherei angesammelt. In ihren Kunstmappen und ihrer Kunstgeschichteschen der jened.

wusste sie Bescheid.Wenn ihre Reisen sie an irgend einen Platz geführtenbildende/

hatten, an dem auch/ Kunst eine Stätte gefunden hatte, hatte sie es auchin ganz frühen Zeiten nicht versäumt, eine Stunde für sich allein, inzu verbringen.einem Museum, einem Dom, einer Kirche XXXXXX Nun hatte sie ihreLieblinge an jeder Kunststätte, sie versäumte es nie, ihnen einen andäch-tigen Besuch zu machen, wenn sie der Weg dorthin führte. Und es warennicht etwa immer die" Grossen", denen ihre Liebe und Bewunderun galt.Oft waren es kleine Kabinettstücke, die es ihr angetan hatten, die siebeim ersten Besuch mit fast traumwandlerischer Sicherheit herausgefun-den hatte und an denen sie dann mit inniger Liebe hing.

1919

schickte die Sozialdemokratische Partei des Rheinlandes dienun fast Binunddreissig jährige in die Nationalversammlung nach Weimar ,( wechselte sieüber

audi

später in den Preussischen Landtag . Ihre enge Verbundenheit mit einemgrossen Teil der Kölner Bevölkerung und des sozialen Lebens dieser Stadtliess es auch angeraten sein, sie als Stadtverordnete aufzustellen. Daswar zwar eine Tätigkeit nach ihrem Herzen, aber sie erkannte bald, dasssich zwei so verantwortungsvolle Funktionen nicht- zur inneren Zufrie-/ noch eine andere/denheit- miteinander verbinden lassen, zumal auch/ eine zentrale Taigkeitsie stark in Anspruch nahm. Im Preussischen Landaag war sie seit 1928

u.a.Vorsitzende des Sozialpolitischen Ausschusses*" Sie hat dort mit

sicherem HXIAK Ueberblick die Arbeit geleitet. Sie verstand es die Kräftezusammen zu fassen und auf einem( bei der gegenwärtigen politischenKonstellation) schwierigen Arbeitsgebiet die Fraktion zu Erfolgen zu

führen."

Elisabeth war Mitglied des Hauptausschusse für Arbeiterwohlfahrtund leitete die Anstaltskommission. Unermüdlich pendelte sie fast wöchent-lich einmal zwischen Berlin und ihrem Wohnsitz XX Köln. Dabei musste sieneben der Parlamentsarbeit Zeit finden, um Knotwendige Reisen zu den Hei-

* Zeitschrift: Arbeiterwohlfahrt, Band 1930, Nachruf auf Elisabeth Kirsch-mann von Hedwig Wachenheim .