Akte 
Manuskript "Frauen ihres Jahrhunderts"
Entstehung
Keine Angabe
Einzelbild herunterladen
 

Kirschmann

-10-

/ die ihrer Aufsicht unterstanden./

men der Arbeiterwohlfahrt zu machen,/ Da sie kein Mensch dar trockenenPflichter füllung XX, sondern mit dem Herzen dabei war, gab sie allem,was ihr als wertvolle Aufgabe erschien, ihre ganze Kraft. Diese zentraleArbeit hatte sie aber nicht gehindert, die Arbeiterwohlfahrt Kölns undCzu helfen. freute Siedes Rheinlandes organisieren, auf- und ausbauen, XXX Dan XXX-sich der Arbeit/daran/X¤¤¤¤¤¤¤X* XX** die ihre Freunde weiter/ leisteten und entwickelten.Mit der Rheinischen Arbeiterbewegung und ihren Frauen war sie ganz engverbunden.Wenn man von einer Frau mit Sicherheit sagen konnte, dass sievon einem grossen Menschenkreis geliebt und anerkannt wurde, so war eshier, bet dieser Frau bestimmt der Fall. Das gab ihrer Arbeit sehr vielGewicht und Erfolg. Man stösst heute noch immer wieder auf Menschen imund noch immand bedauernd/Rheinland ( und nicht nur dort die sich gerne/ der Frau erinnern, die schon30 frück.mit 42 Jahren aus ihrem besten XXXXXXXXX Wirken gerissen wurde.

Es war ein kurzes Frauenleben, von dem hier berichtet wird. Im Wahl-kampf 1930, der den Nationalsozialisten ihren erstmaligen grossen Erfolgmit/Wenigebrachte, hat sie noch tapfer für die Sozialdemokratie/ gestrittenTage vor dem Wahltag zwang eine tückische Krankheit sie plötzlich nieder.Der Wahlsonntag fand sie dann schon im Krankenhaus und eine Woche späterschlossen sich diese klaren Augen für immer. Ein feiner, bis ins letzteliebenswerter und kamerdschaftlicher Mensch war gegangen. Deutschlands standenschwerste Zeit musste ohne sie durchgekämpft werden. War sie ein Lieb-ling der Götter, die ihr die bitteren Jahre, die bald kamen, ersparendamalswollten? Unsinnig erschien ihren Freunden das Schicksal, das sie sofrüh aus ihrem Kreis heraus und ihrer schönen, menschlichen Arbeit ent-riss. Wie die Freunde den Verlust empfanden, konnte man in den Tagen, dieoffdiesem Tod folgten, vielfach lesen. Ein Beispiel für viele möge es sagen:.... Die mit ihr zusammen arbeiteten oder ihr freundschaftlichverbunden waren, werden ihren unermüdlichen Gestaltungswillenentbehren. Sie war eine liebenswürdige und liebenswerte Frau,ein Mensch; mit mütterlicher Liebe für den Gegenstand ihrerArbeit, so auch für Menschen, mit denen sie arbeitete, immer be-müht ihren Mitarbeitern, Freunden, Verwandten eine wohltuendeUmgebung zu schaffen. Persönliche Gegensätze glich sie durchHerzlichkeit aus. Sie war ein guter Kamerad in Stunden erregen-der, politischer Spannung. MXXX Sie hatte immer ein klares Urteiein Gefühl für die Sache, war immer freundlich. Als junge Frauhat sie hart kämpfen müssen.Sie hat grosse Arbeit in den letztenJahren geleistet. Ihr

Zeitschrift: Arbeiterwohlfahrt, Band 1930, Nachruf auf Elisabeth Kirschmannvon Hedwig Wachenheim .