Akte 
Manuskript "Frauen ihres Jahrhunderts"
Entstehung
Keine Angabe
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· 5.

am öffentlichen Leben teilzunehmen. Sie besuchten die Kammerverhandlun-

gen als Zuhörer, sie verschlangen die damals reichlich erscheinende, po-litische Lyrik, an der Luise Otto stark beteiligt war und von der sieeinen sichtbaren Einfluss auf die Fraueng erwartete. Sie entwickeltin einem, von Robert Blum herausgegebenen" Vorwärts- Volkstaschenbuchy********** XXXXXXXXXXXX auf das Jahr 1847" unter dem Titel:" Die Teil-nahme der weiblichen Welt am Staatsleben" ein Programm der Frauene-bewegung Darin verlangt sie, dass dafür gesorgt wirde, dass die er-wachten Frauen nicht wieder gleichgültig wurden. Das will sie durcheine bessere weibliche Erzihung und umfassendere Bildung erreichen.---" Die Erziehung und Bildung der Frauen steht mit underen staatlichenVerhältnissen in Widerspruch. Die Frauen sollten zur wirtschaftlichenSelbständigkeit befähigt werden. Sie sollten es nicht notwendig haben,sich durch eine" Versorgung sehe" zu entwürdigen."-- -

Luise Otto war ein mutiger Mensch.Wie sie der Oeffentlichkeit und denArbeitern ihre Ansichten mitteilte, so trat sie auch den Behörden gegen-über unerschrocken auf. Das sächstische Ministerium Oberländer beriefeine Kommission ein, die über Gewerbe- und Arbeitsverhältnisse gehörtwerden sollte. Die Kommission und die Behörden erhielten die" Adresseeines deutschen Mädchens Luise Otto verlangte darin u.a. vermehrteund verbesserte Arbeitsgelegenheit für Frauen. Sie wies auf die sitt-lichen Gefahren hin, die für die Arbeiterinnen bei zu geringer Entloh-nung entstehen müssten. Sie sprach den Bemifungen der Kommission unddes Ministeriums den Erfolg ab, wenn man sich nicht bereit finden würde,die Frauen mit in die" Organisierung der Arbeit" me teinzubeziehen.

Schliesslich gab Luise Otto 1849 auch eine Zeitschrift heraus, funterdem Motto:" Dem Reich der Freiheit werb' ich Bürgerinnen." Doch wurdediese bereits 1852 ein Opfer der einsetzenden Reaktion. Der Kampf umFreiheit, Bürher- und Menschenrecht war bis auf weiteres unterdrückt. Auchdie Arbeiter mussten sich besinnen und sich auf neue Kämpfe in anderenFormen und unter anderen Bedingungen vorbereiten. Still wurde es auchfür lange Zeit um die Frauenbewegung.

Aus Luise Otto wurde schliesslich Luise Otto- Peters . Mit 17 Jahren hatte