ge beraten, die sie am nächsten betreffen. Wenn wir....entsprechend vertreten zu sein wünschen, ist Voraussetzungdafür, daß.... dort, wo es sich um die großen, allgemei-nen Fragen sozialistischer Politik handelt, die Frauennicht schweigen. Wir müssen das..... Minderwertigkeits-gefühl überwinden, uns in die großen politischen undwirtschaftlichen Fragen einschalten, die in der Arbeiter-
bewegung eine Rolle spielen."
Sie begründete weiter die Notwendigkeit der allgemeinenMitarbeit der Frauen in der Publizistik.
Niemals habe ich gehört, daß Toni in der Partei oderFrauenbewegung als Fremdkörper empfunden wurde, auchhabe ich nicht erlebt, dass sie mit ihrer Kritik aufÜbelnehmen gestoßen wäre. Ganz eindeutig und unbezweifel-bar stand die saubere Gesinnung hinter ihren Worten undihrem Wollen. Niemals hat sie selber sich etwa beklagt,daß sie sich fremd und unwillkommen fühle, das stand beiihr außerhalb jeder Erwägung. Auch die Frauenbewegungwar wohlnun endlich aus diesem Stadium hinausgewachsen.
Aber etwas anderes machte ihr in ihrem letzten Lebens-jahrzehnt großen Kummer. In diesen Jahren der intensiv-sten Arbeit im öffentlichen Dienst überfielen uns alledrohend die Schatten des Kommenden. Toni gehörte zu derSchar der Wissenden, die sich keine Illusionen über dieZukunft mehr machten. In ihr verband sich die weiblicheIntuition mit einem großen Wissensfundas, ihrer mensch-lichen Reife zu einer Urteilsfähigkeit, vor der man oftstumm werden mußte. Als nach dem sogenannten" Umbruch"die zweite Reichtstagssitzung unter Hitler stattfindensollte, führ sie noch einmal nach Berlin . Nicht, an der
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