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Sie war eine der liebenswürdigsten Erscheinungen der InternationalenSozialistischen Frauenbewegung, kam sehr oft zu Parteitagen und Frau-enkonferenzen zu uns nach Deutschland und war regelmäßig Teilnehmerinan den Internationalen Kongressen. So war sie auch von Beginn an eineder Pionierinnen der Internationalen sozialistischen Frauenbewegung.In Oesterreich redigierte sie seit 1882 die in Wien herauskommende" Arbeiterinnenzeitung". Und jahrelang war sie einer der wichtigstenMitarbeiterinnen der für die deutschen Sozialistinnen herausgegebenen" Gleichheit". Wir wußten stets über die Bewegung in Oesterreich Be-scheid. Wenn sie unsere Parteitage besuchte, kam sie als Vertretungder Oesterreichischen Partei oder zu den Frauenkonferenzen als Re-präsentantin der oesterreichischen Genossinnen. Von den führendenMännern der Partei wurde Adelheid mit freundlichem Respekt anerkanntund geachtet. Bei den Frauen genoß sie Liebe und Achtung.
Eine so glänzende Stellung in einer Bewegung schien doch vorauszusetzendaß Adelheid Popp , geborene Dworak ein freundliches Elternhaus undeine gute Schule hatte, die dem heranwachsenden Kind eine geschlosseneAusbildung zuteil werden lies? Mußte man nicht bei dieser Begabungeine sorgfältige Berufsausbildung und besondere Förderung durch dasElternhaus voraussetzen? So war es aber nicht, wir müssen von alledendas Gegenteil feststellen.- Der Vater war ein sehr armer Weber. Daswar das schlimmste nicht. Er war dem Alkohol ergeben, schlug die Mut-ter, gönn te der Tochter,( dem einzigen Mädchen neben vier Knaben)kein freundliches Wort. Die Familie war unvorstellbar arm, es fehlteoft am notwendigsten. Die Mutter war unter der Not des Lebens hartund rauh geworden. Sie war mit einem guten Verstand ausgestattet,hatte aber keine Schule besucht, konnte nicht lesen und schreiben.Mit sechs Jahren war sie" in Dienst" gegeben worden. Das mangelndeSchulwissen hat sie aber leider nicht vermißt, auch bei ihren Kindern
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