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der ihr Lebenskamerad im besten Sinne gewesen war, verlor sie nach kur-zen neun Jahren, als ihre beiden Kinder noch recht klein waren. Daß siefür die nicht merh arbeitsfähige Mutter Sorge trug, war ihr selbstver-ständlich. Daß sie von dieser Mutter in ihrem Tún niemals begriffenwurde, gehörte mit au den schmerzlichen Dingen, die sie zu tragen hatte.Der geliebte älteste Sohn blieb im Krieg 1914 1918 und der zweitestarb mit drei undzwanzig Jahren an einer tückischen Angina. Dann kamder Februar 1934. Mit der niedergeschlagenen Arbeiterbewegung zerbrachauch das, was ihr teuer war und woran sie lebenslang mitgebaut hatte.Sie vegetierte nur noch zwischen Krankenhaus und Rekonvaleszentenheim.Hitler und seine Horden überfielen zu Beginn 1939 das Land. Aber Adel heid Popp starb am 9. März 1939. So blieb es der glühenden Freundinder arbeitenden Menschen erspart, die tiefe Erniedrigung zu erleben,durch die auch Oesterreich durch Hitlers Gewaltherrschaft gehen mußte,So aber konnte sie auch das Glück der Befreiung und den Wiederaufstiegder Arbeiterklasse nicht erleben.
Benützte Literatur:
Jugendgeschichte einer Arbeiterin von Adelheid Popp , mit Vor-wort von August Bebel , Verlag Ernst Reinhardt, München 1930
Persönlaihe Mitteilungen österreichischer Genossinnen.