3
gefängnis eine Strafe abzusitzen hatten. Wir lassen dahingestellt, ob es
dass
Wochen oder Monate waren und ob die Bestrafung wegen Beleidigung oderGotteslästerung erfolgt ist, Die Lesarten gehen in den verschiedenenQuellen auseinander.Fest steht, dass Pauline Staegemann als Ueberzeugungstä-terin ind Gefängnis gehen musste. Es ist ebenso sicher anzunehmen,sie in dieser Zeit ihr Gewissen prüfen konnte und bestimmt dabei zu demSchluss kommen musste, recht gehandelt zu haben. Daran wächst der Mensch.Dass sie von ihrem Schicksal nicht verbittert wurde, ist gleichfalls ver-bürgt, sie fühlte sich später besonders wohl in einer Wohnung, die ihr einenusblick auf das Frauengefängnis gestattete. Es ist wesentlich, dass man inseinem Tun von dem Vertrauen der Gesinnungsfreunde getragen wird, das warbei Pauline Staegemann der Fall.
( von anderer Seite)/
Nachdem sich( 1881) noch ein Frauenhilfsverein für Handarbeiterinnen undaus Mangel an Mitteln- und an Mitgliedern aus den Kreisen der angesproche-sich selber aufgelöst hatte/fanden sich eine Anzahl
men Handarbeiterinnen) Xaried AXXNXT
von Frauen sozialistischer Ueberzeugung und mit manchen Erfahrungen zu--sammen- nicht in einem Verein. Aber sie kannten sich, und sie fanden Mittelund Wege der persönlichen Versteigung. Sie beobachteten gemeinsam das Zeit-geschehen um sich herum. Ausser Frau Saegemann und Vantius waren es: XXXXEmma Ihrer , die Frau eines Apothekers aus Velten bei Berlin , Johanna Jagert,( die später nach London ging/, XXXXXXXXXXXXXXX sie war in einen politi-schen Prozess verwickelt worden; Otto Erich Hartleben hat eins seiner Stückenach ihr genannt) Frau von Hofstetten, Margarete Wengels ( die tapfere Berliner / in einer späteren Periode/ Berlinde ,Genossin, die auch eine Zeitlang Vertrauensperson war) Martha Rohrlack Tietz,( die zu den besonders Verfolgten gehörte und Monate im Gefängnis zubringenmusste) Diesen Frauen begegnen wir noch jahrelang, sei es als Funktionärinnen,und eifrige Versammlungsbesucherinnen/sei es auf sozialdemokratischen Parteitagen oder( spätermnach 1900) auf denFrauenkonferenzen. Da war auch Frau Marie Hofmann, eine sehr gebildete Frau,die zuerst massgebend an bürgerlichen Veranstaltungen teilnahm, sich dannaber sehr nachdrücklich zur sozialdemokratischen Frauenbewegung bekannte,ebenso wie Frau Gertrud Guilleaume-Schack, von der noch besonders dieRede sein wird, und Agnes Wabnitz . Das waren aber auch die Frauen, die
-