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verstehen konnten. Sie setzte als Redakteurin der Gleichheitihr praktisches Handeln mit dieser Politik in Gegensatz.( Die nachfolgenden Angaben habe ich von Freunden, die eswissen). Sie versuchte, die durch den Kriegsausbruch absgerissenen Fäden wieder neu zu knüpfen. Der verfolgte Zweckwar, die Frauen( international) als Kriegsgegner zu aktivieren.1915 brachte sie in Bern eine internationale Frauensitzungzustande. Von dort ging ein Manifest" An alle Frauen derkriegführenden Länder" heraus, in dem zum Eintreten für denFrieden aufgefordert wurde. Wegen dieses Manifestes saẞClara unter der Anschuldigung des Hochverrats dreiviertelJahr in Untersuchungshaft. Ausserdem wurde sie wegen derHerausgabe der Zeitschrift" Internationale" zusammen mitihrer Freundin Rosa Luxemburg und mit Franz Mehring in Anklage-zustand versetzt. Diese Zeit ist heute Geschichte geworden,wir haben Abstand davon gewonnen. Es ging natürlich nicht an,daß in einem Kapf der Geister, der auf Leben und Tod ging,die Sozialdemokratie eine von ihr getragene Einrichtung einfachder Opposition überließ. So wurde 1916 Clara ihres Amtes alsRedakteurin der Gleichheit enthoben. 1917 schloß sie sich( bei der Gründung in Gotha ) der" Unabhängigen Sozialdemokrati schen Partei Deutschlands " mit an. Sie warnte damals voreiner Gründung der kommunistischen Partei( die Zeit erschienihr noch zu früh), aber nach der Gründung trat sie dann dieserbei, ebenso der Kommunistischen Internationale. Sie konnte
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