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1898 hält die Sozialdemokratie ihre jährliche Heerschauin Stuttgart ab. Luise Zietz ist wieder delegiert undspricht dort zu einem Antrag. Sie bittet die Reichstags-fraktion darum, vor dem Reichstage Beschwerde darüber zuführen, daß der Paragraph 153 der ehemaligen Gewerbeordnungeine miẞbräuchliche Anwendung fände.
Dann spricht sie für die Beteiligung an den preussischenLandtagswahlen zu einer Frage, die damals in der Parteinoch strittig war angesichts der vollkommenen Aussichts-losigkeit, die das Dreiklassenwahlrecht den Wählern dentdritten Klasse( den Arbeitern) bot. Schließlich nimmt sienoch einmal das Wort, um zur Frauenagitation etwas zusagen. Es lag nämlich ein Antrag der anwesenden Frauenvor. Dabin wurde an den Parteitagsbeschluß von Gotha ( 1896)erinnert, wonach überall dort weibliche Vertrauenspersonenzu wählen seien, wo ihre Tätigkeit zur Förderung einerplanmäßigen Agitation unter dem weiblichen Proletariatnotwendig und möglich erscheine. Luise Zietz begründete denAntrag. Sie sagte, daß sich das" System der Vertrauens-personen wohl bewähre, nur manche dieser" Vertrauenspersonenerfüllten noch nicht die ihr gestellten Aufgaben. Sieverkenne nicht die großen Schwierigkeiten, aber es lohnesich nicht mitzutun, wie es der Hamburger Hafenarbeiterstreikbewiesen habe. Die Gewerkschaften hätten sich dort zum
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+ Preussische und andere Vereinsgesetze ließen keinepolitische Frauenorganisation oder Anschluß an Parteienzu( eine Person kann nicht aufgelöst werden)
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