Akte 
Manuskript "Frauen ihres Jahrhunderts"
Entstehung
Keine Angabe
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sicher seelische Wunden geschlagen, die besser hätten

ausheilen können, wenn es zu vertrauensvollen Aussprachenhätte kommen können. Das war ihr nicht mehr vergönnt, siehat das Ende des Bruderstreites nicht erlebt. Sie war volldes inbrünstigen Wunsches, daß es ihrer Richtung gelingenmöge, dem blutigen Ringen ein Ende zu machen. Wir allenun den verschiedenen Parteien angehörend, sehnten wohlgleichmäßig dieses Ende herbei. Die geschichtliche Ent-wicklung wollte, daß der Waffenstillstand und die Revolutionvom November 1918 zusammentrafen, um das Endex desblutigen, verhängnisvollen Krieges zu besiegeln. DieRevolution brachte den Frauen das Wahlrecht. Es war selbst-verständlich, daß Luise Zietz mit in das Parlament einzog.Sie wollte ursprünglich die Wahlhandlung noch hinausge-schoben wissen, jedoch waren die Strömungen für eine Wahl-handlung zum möglichst nahesten Termin stärker. Im Parlamentschaltete sie sich mit der ihr eigenen Energie in die Arbeitein. Am1919 sagte sie in einer Etatrede u.a.: