Akte 
Manuskripte und Material zur Geschichte der Frauenbewegung
Entstehung
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valendet am

Gertrud Bäumer

Sepember ihr achtzigstes Lebensjahr.Will man die Vergangenheider deutschen Frauenbewegung gelten lassen, so kann man an der Persönlichkeitund Lebensleistung einer Frau nicht vorüber gehen, die in der Kampf- und Ent-wicklungszeit auf ausschlaggebenden Plätzen gestanden hat. Pflichtschul-

dige Anerkennung

XXXXXXXXXXXXX/ von Leistungen soll nicht von Weltanschauung und politischemBekenntnis abhängig sein.

Gertrud Bäumer ist die Tochter eines Theologen, sein Beruf war schon Traditionin der Familie. Es wehte im Preussen der siebziger Jahre sehr vorübergehendin Schulfragen ein etwas freierer Wind. So wurde der liberale Pfarrer haupt-amtlicher Schulinspektor in Pommern.G.B. war noch im westfälischen Sauer-( nach Pemme ond, in Hohenlimburggeboren, verlebte aber durch die Berufung des Vaters) ihredorderste, bewusste Kindheit in Pommern. Die Ablösung der liberalen, durch eine re-aktionärere Schulpolitik führte den Vater XXX ins Rheinland zurück. InSpitex nalimPommern hatte G.B. die Schulbank mit den Kindern des Dorfes geteilt. Das Rhein-dieland nahm die Neunjährige in die höhere Töchterschule auf.--Der Vater hatte-din Vaternicht allzuviel Lebenskraft, mit zehn Jahren verlor, sie den Vater. Die MutterHalle

ging mit ihr und den Geschwistern nach XXXXXXXXX, in das Haus der Grossmutterandzurück. Die starke geistige nd körperliche Lebenskraft scheint G.B. von dieserGrossmutter erhalten zu haben, die eine Frau mit starken geistigen und Charak-Lichenteranlagen gewesen sein soll und die auf XXX die Erziehung des Kindes einen( entscheidendeSr bestimmenden Einfluss gehabt hat. So verlebte sie ihre weitere Kindheit undJugend in einer grossen und alten Familie, aus der im Laufe der Zeit hoheStaats- und Gemein beamte, Wirtschaftsführer, Juristen, Arzte und Geistlichehervorgegangen waren. Dieses Haus hatte- bei familiär- spartanischer Lebensfüh-rung, doch einen reichen Zuschnitt, seine Bewohner waren Träger einer altenCtraditionellenKultur, sie waren aber auch durchdrungen von einer Religiosität und Frömmig-keit, die ebenfalls traditionell man. Betont soll noch werden, dassdem heran-wachsenden Mädchen die überaus reiche Familienbibliothek unkontrolliert Za

offen stand. Dieser reiche und weite Lebensraum wurde fühlbar enger, als die

Mutter Bruders / im

den Klinikhaushalt ihres ärztlichen Bruders( im Magdeburg übernahm.