Und
Frauenverein, der sich mit irgend einem Zeitproblem befasste. Den männlichenKollegen lag es weltenfern, etwa ihre Kollegin zum Beitritt in ihren Lehrer-verein aufzufordern. Die Lektüre der" Lehrerin" vermittelte ihr, neben anderem,auch die Kenntnis bisher unbekannter Möglichkeiten für eine weitere Ausbil-dung. Sie erfuhr, dass man in Berlin - nach einem Studium von zwei Jahren- einePrüfung als Oberlehrerin machen konnte, wenn man vorher zwei Jahre an einer
höheren Mädchenschule unterrichtet hatte.hatte.f So wurde die Volksschule verlassen,
*** es gelang ihr, an einer Privatschule für höhere Töchter anzukommen. Durchesdiesen Uebergang ergab sich sogar in der Folge- mit den Lehrerinnen dieserzu könnenSchule und städtischen Lehrerinnen zusammen einen Verein zu gründen, wodurchhergestellt wu vole
es gelang der Kontakt mit der Frauenbewegung zu finden. Der neue Verein machteArbeitsgemeinschaften fu Fröbel und Pestalozzi, veranstaltete Kurse für schul-elassene Volksschülerinnen, bildete eine Kinderschutzkommission u.a.m.Einmal kam Helene Lange zu einem Vortrag nach Magdeburg , es war um die Zeit,als die erste Abiturientenprüfung der Schülerinnen der Langeschen Gymnasial-kurse in Berlin bevorstand.( 1896) Diese Kurse waren unter Widerständen, Gelächterund Verhöhnung der Parlamente und der Presse zustande gekommen. Nach dem ersten,überaus glänzenden Examen wurde es bedeutend stiller. Die Frau, die solche Kämpfegegen Vorurteile und männliche Borniertheit führte, musste furchtlos sein, sehr Wwissend und wollend, sie musste" über den Dingen" stehen.
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1897 konnte G.B. als Delegierte zur Generalversammlung des" Allgemeinen Deut schen Lehrerinnenvereins " nach Leipzig gehen. Der Eindruck war gross, sie begegneteᏧ 1
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det den Veteranninnen der Frauenbewegung.Susah sie dort auch Auguste Schmidt ,Mitbegründerin des Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenvereins und Vorsitzendedes Allgemeinen Deutschen Frauenvereins, er war der Vorläufer des späteren" Bund Deutscher Frauenvereine".( Auguste Schmidt war übrigens die Lehrerinvon Clara Zetkin , die- bei scharfer politischer Gemerschaft- dieser Frau immerdankbar blieb, was sie noch an ihrem Grabe pietatvoll aussprach) Seit Leipzig schwamm dann G.B. im Strom der sich immer weiter entwickelnden Frauenbewegung.-StadliamDas bald folgende Sudium in Berlingab ihrem Wissensdrang) und ihrer scharfenIntelligenz reiche Nahrung. Latein und Griechisch- als Verstufe für bestimmteFächer der Theologie- Germanistik, Philologie, Philosophie und vornehmlich Sozial-
wissenschaften, es wurde alles studiert, was nur erreichbar war und alles