Hier gedenken wir einer Frau, die in der nur ihr eigenen Weise-
In einer
a
In einem Nachruf für die ehemals zweite Vorsitzende und so begeisterte
Mitarbeiterin der Grossberliner Arbeiterwohlfahrt sagt Minna Todenhagen ,wie ihr Emma Döltz einmal aus ihrer Jugend erzählt habe:".... wir leb-ten im Armenhause in Steglitz. Meine Mutter nähte Pantoffel. Der( langeschwer krank gewesene) Vater war früh gestorben. Oft mussten wir Kinderbis in die tiefe Nacht hinein helfen. Dann erzählte meine Mutter unsMärchen, damit wir munter blieben.....". Das ist ein kleiner, aber be-Lehmann,zeichnender Ausschnitt aus der Kindheit von Emma XXXX die später denSchlosser XXIX heiratete und die sehr geliebte Mutter ihrer gemeinsamen
Döltz
drei Kinder wurde. Vor dieser Ehe lag viel Arbeit und Entbehrung. MAAH
Aber auch später, als sie ihre eigenen Kinder mit viel Liebe und Verständ-The mach derin ihr neues Lebennis erzog, folgte entbehrungsreichen Jugend die Armut nach, und es felte
gab viel, viel harte Arbeit um das tägliche Brot.-- In ihren eigenen, kurzen Auf-
Dältz
zeichnungen aus ihrem Leben erwähnt Emma so ganz nebenher- ihre und ihresBruders harte Kindheit.
wie sie geworden wate
Wollen wir einmal versuchen uns vorzustellen, was für ein Mensch diejugendliche Emma Lehmann hätte werden können, wenn ihr alle geistigen undseelischen Entfaltungsmöglichkeiten gegeben worden wären, auf die jungeglichtMenschen einen moralischen Anspruch haben wenn sie in dieser grossenArmut hätte aufwachsen müssen? Von frohem Gemüt, aufgeschlossen für allesSchöne, mit gesunder und klarer Intelligenz ausgestattet, begnadet mit einer-von der Mutter ererbten-lyrischen Begabung war sie ganz dazu geschaffen,glücklich zu sein und Glück weiter zu geben. So aber trug sie ein ähn-ein wenig/liches Los wie ihre Mutter, das der Armut.Wohl schon gemildert;aughand das Licht der sozialistischen Erkenntnis XXX schon in dieses Le-ben und machte es heller, gab ihrem Leben Werte und Erfüllung. Emmas Ehe-.gefährte, der Schlosser Delts, war wohl ein guter Mensch. Dass er zu wenigverdiente, um die Frau vor materiellen Sorgen zu schützen, war nicht seineSchuld.Dass auch den Kindern aus dieser Ehe viele wertvolle Bildungsmög-
schien