Akte 
Manuskripte und Material zur Geschichte der Frauenbewegung
Entstehung
Keine Angabe
Einzelbild herunterladen
 
  

Emma Döltz

-5-

Berlin.)

( sich in/

nicht in der engsten Heimat, Und sie konnte bis ins hohe Alter/ ihren Gedichtenaussprechen,

en

Märchen ersinnen und erzählen, sie konnte noch immer an ihrergeliebten" Bewegung" teilhaben, wenn sie auch nicht mehr aktiv sein konnte.Das war die Frau und Mutter Emma Döltz , sie war zugleich die Kapferin.Sie würde mir nicht widersprechen, wenn ich bei dieser Betrachtung ihresLebens und ihrer menschlichen Persönlichkeit zu dem Schluss komme, dassdie stärksten Wurzeln ihrer Kraft in ihrer starken Mütterlichkeit lagenund dass dies, grade durch die Familie, trotz mancher Hemmung, ausgelöst undfrei gemacht wurden. Diese Mütterlichkeit war in einen grossen Rahmenihremeingespannt. Sie umfasste wohl- in an engeren Kreis- ihre Kinder undKindeskinder. Ihre Schwiegersöhne waren selbstverständlich darin einbezogen.Sowie sie einst ihre drei Kinder unmerklich aber zielsicher zu Sozialistenerzogen hatte, so nahm sie auch diese neugewordenen Glieder ihrer Familiein ihren Lebensrythmus mit auf. Und einen dieser Söhne-er wusste vomSozialismus noch wenig, als er sich der Tochter Emma's bereits eng verbun-den fühlte zog sie nicht nur als Sohn in den Bannkreis ihrer mutterlichenLiebe; ehe er es sich selber richtig versah, hatte sie ihn schon als be-geisterten Mitstreiter gewonnen.-- Es war Krieg im Lande gewesen, der ersteWeltkrieg, der hatte auch damals seine bösen Linien in das soziale Gesichtunserer Zeit gezeichnet. Die grosse Wohnungsnot zwang die verheiratetenmütterlichen/Kinder aus dem/ Hause heraus. Jedoch strebten die getrennten Teile immerwieder nach der Vereinigung. Als ein Siedlungshäuschen in Mahlsdorf beiviele JaliteBerlin dazu die Möglichkeit bot, gaben die Alten und die Jungen ein Muster-beispiel guten Zusammenlebens in geistiger und ideeller Gemeinschaft, ab.

in

Zu diesem Zeitpunkt hatte Emma Döltz schon ihre Lebensleistungder sozialistischen Frauenbewegung vollbracht. Mit 61 Jahren ging sie mitgeliebtein das Mahlsdorfer Häuschen. Noch zu jung, um ihre elimite Arbeit am Kreuz­ berg zu verlassen, nicht mehr elastisch gehug, um diese Arbeit trotz desganz/weiten Weges/ beizubehalten. Nach und nach wurde es daher weniger, aber esblieb genug an zentraler Berliner Arbeit bestehen, wie z.B. in der Arbei-wo sie a(§ 2. Vorsitzendetut de

ge

etwas

terwohlfahrt, die sie dringend brauchtesie dringend brauchte(. Es wurde vorher schon der entscheidende Augenblick erwähnt, der auf ihre Fragen nach dem Urgrund aller Unge-rechtigkeit im Leben der Arbeiter und ihrer Frauen manche Antwort gab,