was
auch manche Hoffnung, aber auch die Pflichterfüllung- dem Ganzen gegenüber-
Das
verlangte. De war, als sie zum ersten mal einen Sozialdemokraten sprechendanach/
hörte. Und bald/ stand sie mitten drin in diesem Streben, kostete nichtnur die Genugtuung des Kampfes und der Erfolge, sie lernte auch alle Schwie-Bigkeiten kennen, die Polizei und Gesetzgebung diesem reinen und berech-tigten Streben entgegen stellten. Wir wollen nicht an anderen StellenGesagtes wiederholen, die Namen der Frauen, in deren Kreis sich Emma Döltz bewegte, sagen uns genug. Wollen wir noch einmal Margarete Wengels nennen,dazu Louise Zietz und Ottilie Baader , mit denen sie in engster Gemeinschaftarbeitete. Später waren es auch Mathilde Wurm , Clara Bohm- Schuch , noch spä-ter Minna Todenhagen und viele, viele andere, die sie- wie es ganz ihrer Na-tur entsprach- auch ihren Kindern nahe brachte.Wo sie liebte und Freund-schaft fühlte, wollte sie auch ihre Kinder, ihre jungen Kameraden teilhabenlassen. Was gab es damals nicht alles zu tun.Da waren Flugblätter aus-zuteilen, Versammlungseinladungen zu bestellen, es war der grosse Soli-daritätsboykott bei der Firma Jandorf, der die Frauen in eine lebhafteAktion brachte, es waren die Wahlrechtsdemonstrationen gegen das PreussischeihrenDreiklassenwahlrecht, ein Kampf, in den sich die Frauen mit eigenen Forde-rungen mit einschalteten. Verschiedene Lohnbewegungen, Teurung swellen u.a.erforderten die tätige und aufklärende Hifsstellung der Frauen. Und Emmaschwamm mit in dem grossen Stromkreis der Arbeiterbewegung von damals.
Wie bei vielen Frauen, die zur Arbeiterbewegung stiessen, so war esauch bei Emma der soziale MXXX Impuls, der sie trieb. So war sie ganzdabei, als nach dem Inkrafttreten des Kinderschutzgesetzes von 1903 dieKinderschutzkommissionen gegründet wurden, ebenso bei den später einset-zenden Kinderferienwanderungen. So war sie später in Berlin mit ganzerSeele bei der Arbeiterwohlfahrt, deren Arbeitsbereich nun schon mit Republik und Frauenwahlrecht sehr viel weiter gesteckt werden konnte.-- Dazwischenaber lag der erste Weltkrieg und das Auseinander fallen der Sozialdemokratiein zwei Hälften. An diesem Weltgeschehen, an der Grausamkeit des Kriegesglaubte Emma zerbrechen zu müssen. Blutenden Herzens fand sie sich in dieserZeit bei der Unabhängigen Sozialdemokratie, bis sich beide Teile in Arbeitund Verantwortung wieder zusammen fanden und auch wieder zusammen wuchsen.