Sie war eine nur mittelgrosse Frau mit dunklem Haar, sehr einfach, meistensdunkel gekleidet, aber mit Sorgfalt und sehr gutem Geschmack, Sie wirkteausgesprochen weich und weiblich- anmutig, hatte eine angenehme Stimme.
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Helene Grünberg ist in Berlin geboren, es heisst, sie habe als gelernte-Schneiderin bei der Firma Gerson gearbeitet. Das lässt darauf schliessen,dass sie vom Elternhaus gefördert werden konnte. Sonst wissen wir vonihrer frühen Jugend und Kindheit nichts, nicht wer und wie ihre Eltern gewe-sen sind, was für eine Schule sie besucht hat und welche Einflüsse aufihren Werdegang gewirkt haben. Ein Lebenslauf, den sie mit ihrer Bewer-bung nach Nürnberg gegeben hat, ist einer Zerstörung durch Nazihorden am9/ März 1933 zum Opfer gefallen, zusammen mit der ganzen Einrichtung und dund den materiellen Westengeschichtlichem Material des seit 1894 bestehenden Arbeitersekretariats.Es war das erste Sekretariat dieser Art in Deutschland , das von der frühaufstrebenden Arbeiterbewegung Nürnbergs eingerichtet wurde und das sichIgeauch als Beispiel auswirkte hatte.
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Es spricht ebenfalls für die fortschrittliche Einstellung der Nürnberger Arbeiterschaft und ihrer Frauen, dass sie schon in den neunziger Jahrenmehrfach die Organisierung von Arbeiterinnen versucht hatten. Das bayrischeVereinsgesetz- bösartig, aber auch kautschuckartig anwendbar- hat aber jedesAufkommen einer stetigen Frauenbewegung der Arbeiterklasse verhindert.Schon 1875 wollten sich Frauen organisieren, vergeblich. Während des Sozi-alistengesetzes( 1878-1890) wurden Nürnberger Frauen wegen ihrer Tätigkeitunter Anklage gestellt. 1891 sprach Emma Ihrer in Nürnberg über Frauen-arbeit. Aber die gutgemeinte Anregung eines Genossen, dass die Frauen füreine spätere Versammlung sich auch einmal ein politisches Thema wählensollten, führte zur Auflösung dieser Versammlung. 1892 gründete man, nachBerliner Muster, einen Bildungsverein für Frauen und Mädchen, 1894 wurde erschon wieder aufgelöst. Was war der Grund? Man wollte damals eine Fraufür den Parteitag in Frankfurt ( 1894) wählen.60 Frauen bekamen Strafmandate.So wurde jeder Beginn einer organisierten Frauenbewegung im Keim erstickt.Als 1895 wieder eine Frauenversammlung einberufen wurde, war die sehr bekannteLaus Hamburg und temperamentvolle Sozialdemokratin Helma Steinbach als Rednerin angemelSie wollte zum Thema:" Die Arbeiterin in ihrem Kampf um ihre wirtschaftliche,Sie kam von der Wasserkante. Die Versammlung wurde verboten.
* Existenz" sprechen.