Akte 
Manuskripte und Material zur Geschichte der Frauenbewegung
Entstehung
Keine Angabe
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blätter" Arbeiterinnen aufgewacht".Adressen wкй von 20 Organisationenaudiwaren angefügt,( Heben Aufnahme scheinen). Es wurden besondere Nachtver-sammlungen für Kellnerinnen abgehalten, sie waren gut besucht und führtenein/zur Bildung einer besonderen Sektion.-- Weiter soll au hier gefügtwerden, dass sich die neue Sekretärin auch der Jugendbewegung warm angenom-men hat. Eine Freundin schreibt:"... In der Arbeiterjugendbewegunghabe ich mit Helene Grünberg viele Jahre zusammen gearbeitet und ihre ta-lent- und temperamentvolle Persönlichkeit sehr schätzen gelernt."1907 wurden gewerkschaftliche Unterrichtskurse, die von Helene Grünberg geleitet wurden, vom Magistrat der Stadt Nürnberg zu hintertreiben gesucht.Er erklärte die Kurse für eine" konzessionspflichtige Lehranstalt". Sieweigerte sich, um diese Konzession nachzusuchen und wurde zur Anzeige ge-bracht, jedoch vom Schöffengericht freigesprochen.

Aber ein Haupta beitsgebiet wurde eine Bewegung zur Organisierung einerbis dahin garnicht erfassten Kategorie von Arbeitskräften, die ziemlicheWellen schlug/ und schon jam 18.März 1906 zur Gründung des" Vereins derNurnberger Dienstmädchen, Waschfrauen und Putzfrauen" führte, dem sofort

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200 Dienstmädchen( Hausangestellte sagte man später) beitraten. Es war dererste derartige Verein in Deutschland , der nach dem Prinzip der Gewerkschafts-bewegung gebildet wurde. Bisher hatten sich in den verschiedensten Gross-sich/städten wohl Vereine etabliert, in denen/ die" Herrschaften"( Hausfrauen, dieArbeitgeber waren) neben den Dienstmädchen Mitglieder führen liessen. Dassdadurch keine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Hausan-gestellten zu erreichen war, hatte die Entwicklung längst bewiesen. Lassenwir die Freundin noch einmal sprechen:

" Meine Erinnerung an Helene Grünberg stützt sich auf ihre temperament-volle Tätigkeit in der Dienstbotenfrage. Die Versammlungen waren über-füllt und brachten viele Hausfrauengemuter in Aufregung. Es wurde man-cher" Herrschaft" klargemacht, dass Hausangestellte anständig behandeltund entlohnt werden müssen."

Der Verein erreicht im ersten Jahr 549 Mitglieder. Kinderkrankheiten dergeschickte und konsequendegute

ersten Zeit wurden schnell durch eine werkschaftliche Schulung der

Mitglieder überwunden, sodass bald über eine gute Stetigkeit in der Mit-gliederzahl und einen fortlaufend guten Besuch der Versammlungen berichtetwerden konnte. Die kostenlose Arbeitsvermittlung des Vereins florierte gut.Die Nachfrage durch Hausfrauen, die sich dieser Vermittlung bedienten, warerstaunlicherweise bald grösser als die Angebote. Die Vereinsgründung machteSchule; in München , Köln , Hamburg , Frankfurt a.Main und in anderen Städten wur-den gleiche Organisationen gegründet. Viele Gewerkschaftskartelle im Landeliessen sich Statuten und anderes Material des Nürnberger Vereins schicken