Akte 
Manuskripte und Material zur Geschichte der Frauenbewegung
Entstehung
Keine Angabe
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Emma Ihrer-3--

Zustände des Wirtschaftslebens. Wo es krank sei, solle man den Hebel zurBesserung ansetzen. Und Wenn Frauen wirtschaftlich selbständig

sein müssten, könnten sie auch verlangen, vor dem Gesetz als selbständigePersönlichkeiten anerkannt zu werden. Es war das erste mal, dass eine Zahlbekannter Persönlichkeiten aus allen Parteirichtungen in der Oeffentlich-keit mit Frauen ernsthaft und sachlich diskutierten.--- Es wurden auchWitze gerissen. Manche Zeitungen machten sich darüber lustig, dass dieFrauen sogar wählen wollten.Womöglich wollten sie nun bald in den Reichs­ tag gewählt werden. Aber da wären doch schon" Scheuerfrauen" drin./ trat durch die Initiative Tem/__1885 WAXXXXXXXXXXXXXXXIEK von Emma Ihrer ein" Verein zurVertretung der Interessn der Arbeiterinnen" ins Leben. Die erwähntenErlebnisse hatten die Frauen so wach gemacht, dass die Mitgliederzahl inkurzer Zeit auf mehrere Tausend stieg. Als Aufgabe stellte man sich:Hebung der geistigen und materiellen Interessen der Mitglieder, Besserungder Lohnverhältnisse, gegenseitige Unterstützung bei Lohnstreitigkeiten,Aufklärung durch fachgewerbliche und wissenschaftliche Vorträge, GründungXXXXX einer Bibliothek, Pflege der Kollegialität durch gesellige Zusammen-künfte, Errichtung eines Arbeitsnachweises. In anderen grösseren Städtenentstanden gleichfalls Vereine. Der Hauptverein in Berlin entwickelte sichbesonders gut.Da sauste das Fallbeil des preussischen Vereinsgesetzesherunter.Der Verein de ren wurde aufgelöst, die leitenden Frauen unterAnklage gestellt und bestraft. Waren Sie me so gefährlich geworden?Sie hatten mit einigen verständigen Arbeitgebern gute Vereinbarungen überLöhne getroffen. Sie wollten saubere Werkstätten, Waschvorrichtungen, anderehygienische Einrichtungen und hatten einiges erreicht.Sie wollten Schutzvor Schmutz, Staub und gewerblichen Giften. Deshalb forderten sie weiblicheFabriinspektion. Diese sollte sich aus den eigenen Reihen entwickeln, dieFrauen wollten an der Auswahl beteiligt sein. Sie wollten den Schutz schul-pflichtiger Kinder vor gewerblicher Ausbeutung.Sie bemühten sich- mit Erfolg-in einer Petition( gegen den geplanten Garnzoll) zugunsten der Heimarbeite-rinnen. Die Regierung kam sogar dem Wunsch nach einer Enquete nach, in derdie Lott und Arbeitsbedingungen in der Afy