fionar in zierliches Figürchen, wie Filigran erschien sie manchemvon uns, als sie, als Abgeordnete für den Wahlkreis Oberbayern und Schabenin der Nationalversammlung zu Weimar erschien. Es sei gleich gesagt, dassbis zu dem Zeitpunkt wosie auch später dem Reichstag angehörte, bis 1933, al Hitler und die, die seinerdieser Gewaltherrschaft dienten, dem demokratischen Deutschland für län-Tülgere Zeit ein Ende machten. Dieser zierliche Mensch Toni trug einen, vonscharfer Gedankenarbeit durchgezeichneten Kopf, mit klugem Gesicht, mit,manchmal ein klein wenig spöttischen, Xй aber immer gütigen Augen.Wer sie erkannte, gewann sie lieb. Ihrem Gedankenflug, ihrer reifen Beur-teilung von Menschen und Dingen, traute man unwillkürlich mehr als dievierzig Jahre zu, die sie damals zählte.
Das Leben hatte es ihr nicht leicht gemacht.Toni stammte von derväterlichen wie mütterlichen Seite her aus Kreisen, in denen höhereOffiziere, Juristen und Vertreter der hohen, katholischen Geistlichkeitzu finden waren. Ihr Vater war Major gewesen, die Familie war einmalrecht wohlhabend; dann teilte sie das Schicksal einer Schicht, die zuende( grossen)des vorigen Jahrhunderts von der Verarmung betroffen WAX wurden.Das war kein menschliches Schuldkonto, lag vielmehr im Zuge der Entwick-( bei einigen Weitsichtigkeit, milhatte/Chatte aufge-lung, das vielleicht durch etwas kluge+ Vorsicht noch ein wenig XXXXXXvon manoliemgehalten werden können, wenn man weitsichtig gewesen wite. Tragischwar nur, dass die Lebensanschauungen in diesen so betroffenen Kreisennicht mit dieser Entwicklung Schritt sitt hielten. Man schloss dieAugen vor dem wirtschaftlichen Niedergang und zug in seinem Verhaltennicht die Konsequenzen daraus. Die Opfer dieser Rückständigkeit desDenkens waren die Kinder, vor allem die Töchter, denen man nicht er-nach wie vorlauben wollte, mit ihrer Zeit zu gehen. Man erzog sie/ für die zukünftigeVerheiratung, ohne aber die materielle Voraussetzung für die, als not-wendig angesehene" standesgemässe" Ehe schaffen zu können.
Die Frauenbewegung kämpfte in dieser Zeit um das Recht auf Bildungund Berufsausübung. Nun, eine gute Schulbildung gestand man in denachtziger- und neunziger Jahren mittlerweile den Töchtern schon zu, weilspeziellen/auch das- standesgemäss- war. Um aber, wie hier, im/ Falle von Toni Pfulf ,