Akte 
Manuskripte und Material zur Geschichte der Frauenbewegung
Entstehung
Keine Angabe
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Was innerhalb der gesamten Frauenstimmrechtsbewegung niemals

zustande gekommen war- nämlich ein gemeinsames Auftreten von Frauen-verbänden aller Richtungen- mit der einheitlichen Forderung nach demFrauenwahlrecht- setzte sich jetzt plötzlich- wie von selber- durch.Es sprachen in dieser Versammlung Marie Stritt und Minna Cauer diegreise und gradlinige Kämpferein für alles Recht. Beide galten seitJahren als Gegnerinnen. Marie Stritt war der Meinung gewesen, dass man- von der kaiserlichen Regierung- auch Abschlagszahlungen auf dieGleichberechtigung fordern und annehmen solle. Z.B.das Gemeindewahlrechtmit dem Dreiklassenwahlrecht der damaligen Zeit. Minna Cauer aberblieb konsequent bei ihrer Forderung nach dem allgemeinen und gleichenRecht zu allen Körperschaften. - An dieser und anderen Meinungsverschdenheiten hatte sich die" bürgerliche" Frauenbewegung in zwei Teilegespalten.

Wir Sozialistinnen fühlten uns mit unseren Forderungen schon deshalbauf sicherem Boden, weil die Sozialdemokratie uns dabei den Rücken steifte.Das--- schon Jahrzehnte vorher Aufsehen erregende Buch von August Bebel

und andere Schriften- wie auch das Programm der Sozialdemokratiegaben uns diese Stutze.

Ich war eine der Einberuferinnen dieser Versammlung und sprachneben unserer feinsinnigen Klara Bohm- Schuch. Bekannte, männliche Parlmentarier fortschrittlicher Richtungen nahmen teil und hielten Ansprachen.Hermann Muller ( Sozialdemokrat und eine Zeitlang Reichskanzler) beschränktesich darauf zu sagen:" Es werden wenige hier in diesem Saale sein, dieden Sieg des Frauenstimmrechtes nicht erleben werden

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Ich höre noch Minna Cauer sagen: Das waren Worte der Hoffnung."Und wie sie wehmütig hinzu fügte:" aber ich weiss nicht.ob ich dasnoch erleben werdeSie erlebte wenige Tage später dieProklamation der Volksbeaufyragten, die das Frauenstimmrecht ankündigteseine/und nach wenigen Wochen XXX Einführung XXXXXXXX.

Für eine etwaige Frauenpartei( wozu hier und da eine geringe Neigungzu spüren war,