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verdunkeln, die sie für die Frauenenwelt mit/
Buch XXIIк geleistethat. Sie hat dem umfangreichen Werk mit Recht den Titel gegeben:" Die Frauenfrage", ihre geschichtliche Entwicklung und ihre wirtschaft-liche Seite. Es ist ihr gelungen an Hand der zerstreuten und umfanrei-chen Literatur uns durch die Jahrhunderte zu führen und das gesellschaft.liche Wesen und Wirken der Frauen darzustellen. Am Jahrestage der deut-schen Revolution sollten alle die Armen im Geiste, denen der Begriff derRevolution der tiefe Sinn für gesellschaftliche Umwälzungen nicht auf-gegangen ist, die Kapitel in Lily Brauns Buch nachlesen: die Frau inder Französischen Revolution. Vielleicht dammerte ihnenlutionen immer auf Fehler der Regierenden, der Herrschenden zurückzu-dass" Revo-fuhren seien", wie Goethe XXX einstmals ganz richtig zu Eckermannsagte.
Die Französische Revolution fan keine Organisation der Frauen vor, diesich mit Freiheits- und Gleichheitsfragen und dem Problem der unveräu-sserlichen Menschenrechte für die Frau beschäftigten, GewissFrauen der Gesellschaft brachten den Ideen eines Rousseau, eines Voltairediedas grösste Verständnis entgegen. Diese Frauen sehnten sich aus demgeistreichelnden Schmuss des Hoflebens den Pikanterien der Salons heraus,sie wollten wieder Mutter und wahre Gefährtinnen der Männer werden.Was wussten sie vom Hunger und von der Not der Massen?! Hatten sie jeeinen Blick in das Elend des vierten Standes getan? Sie fühlten nurihre eigene Not die eben eine ganz andere war, als die Not der Frauen,die für ihre Kinder kein Brot hatten. Denn die Lage dieser Frauen wareine entsetzliche zu jener Zeit. Die französische Industrie fabriziertenicht; hunderttausende von Webern und Spitzenarbeitern und- arbeiterinnenwaren brotlos, Lebensmittelteurung, Wucher und Ausbeutung trieben dieMenschen an den Rand des Verhungerns und Verzweifelns. Eine impulsiveTat aus Not und Verzweiflung war der brühmte Zug der Frauen nach Ver-sailles am am 9.0ktober 1889( 1889) diese Tat, die einen Eingriff vonnie dagewesener Wucht bedeutete durch die Arbeiterfrauen handelndeMenschen wurden. Die Geschichte kennt keinen Vergleich Von dieserZeit her stammt das Erwachen der Frau, die aus stumpfem Vegetieren auf-gerüttelt wurde Rechte erhielt sie noch nicht, dazu musste erst einJahrhundert vergehen.
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Handelnd, in dem Sinne wie die Frauen von Paris , haben die Frauen in dieFrauen in die deutsche Revolution nicht eingegriffen! Die Zeit hatteihre Aufgaben gewandelt. Aber auf dem Plan sind sie gewesen, und mit einerSelbstverständlichkeit haben sie die ihnen zufallenden Aufgaben über-nommen. Sie gaben nicht den Husseren Anstoss zum" Losschlagen". Als jedochder Tag der Revolution an die Frauen die Forderung der Mitarbeit richtete,waren sie da und bewiesen, dass der lange Leidensweg des Krieges sie zueinem treuen Kampfgefährten des Mannes hatte werden lassen. Erobert aberhaben die Frauen auch heute noch nicht alle Rechte, die ihnen zustehen,Der in jahrhundertelanger Entwicklung aufgebaute Männerstaat ist nochnicht überwunden, das Ziel, das Lily Braun als Ausklang ihres Buches wählte,ist noch nicht erreicht:
" So wirkt bewusst und unbewusst, alles zusammen, um an Stelle deralten Welt, die die Menschheit in zwei feindliche Lager spaltete,eine neue aufzubauen.in der die Lohnsklaverei der oekonomischenUnabhägigkeit Platz machen, in der die Arbeit der Frau sie nichtschädigen und schänden, sondern zur freien Genossin des Mannes er-heben wird, in der sie ihre höchste Bestimmung erfüllen kann, wie niezuvor, und ein starkes und frohes Geschlecht dafür zeugen wird, dassihm die Mutter niemals fehlte."
Uns hemmt und hindert heute noch wie damals, dass der soziale Staat noch n