Akte 
Manuskripte und Material zur Geschichte der Frauenbewegung
Entstehung
Keine Angabe
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3.

Wit sehen das as sie illnem politischem Standeand ge while had.

besten Kräften zu fördern. Es war keine leichte Aufgabe, die Verheerung,die die Kriegszeit auch in der sozialdemokratischen Frauenbewegung an-gerichtet hatte, wieder zu heilen. Mit vereinten Kräften ist gelungen, wasDie Genosswaren bald wieder handlungsfähig.

manchmal kaum möglich erschien. Aber

Vereinter Wille vermag viel.

" Wir Frauen fordern den Frieden und werden uns jedemVersuch ihn hinauszuzögern, entgegensetzen.

So hiess es in einem Aufruf im Oktober 1918, den auch Elfriede mitunter-schrieben hatte.-- Mit hellen, unbestechlichen Augen schaute sie sichin der Welt um, es entging ihr so leicht nichts. Und sie fürchtete sichnicht, im Gegenteil, sie hielt es für ihre Pflicht über Dinge zu sprechen,die ihre Kritik herausgefordert hatten. Intuition und sicheres Gefühlgaben ihr die Richtung an, in der sie niemals schwankte. HH - 1919, dasFrauenwahlrecht war da. Es war ein Geschenk der führenden Sozialdemo-kraten dieser stürmischen Zeitperiode an die deutschen Frauen. --- Gewiss,eine bestimmte Schicht von Frauen hatte dafür gekämpft. Elfriede hattemit zu denen gehört, die den Kampf der vorhergehenden Generation bewusstund tapfer weiter geführt hatten. Das wussten die Berliher und die Ge-nossen des Bezirks Brandenburg sehr gut. Kein Wunder, dass Elfriede 1919mit zu den sozialdemokratischen Frauen gehörte, die in die Nationalversamm­ lung gewählt worden waren. Und im gleichen Jahr noch, auf dem Parteitag zuWeimar , wurde sie auch als Beisitzerin in den Zentralvorstand der** X* X* Xdeutschen Sozialdemokratie gewählt. Ja, diese Weimarer Zeit war schonetwas besonderes für uns Frauen. Wir fühlten die Verantwortung, die unsplötzlich übertragen worden war. Sie machte uns ernst und veranlasste unszur Selbstkritik. Aber- wer will es leugnen, wir waren auch froh im Bewusst-sein unseres neuen Menschentums, das uns aus dem Gefühl der Gleichberech-tigung erwuchs. Und Elfriede war mit eine der lebhaftesten unter uns, auchin ihrem Wesen drückte sich dieses neue menschliche Wertbewusstsein aus,machte sie fröhlich und beschwingt.War sie doch von Natur aus ein heitererMensch, der dankbar des Lebens Schönheiten geniessen konnte. Aber dasWochenende verbrachte sie regelmässig in ihrem grossen Wahlkreis. Siemusste doch ihren Wählern über die Arbeit, über die Zweifelsfragen, diesie bedrängten, sprechen. Sie verteidigte die Politik der Partei.Sie sprach

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