Akte 
Manuskripte und Material zur Geschichte der Frauenbewegung
Entstehung
Keine Angabe
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1923- die Inflation s

na

ha Siemsen ihr Tatigkeitsfeld A in Berlin absch

Sa folgte sie einem Ruf na Thüringen . Sie hoffte dort auf ein fruchtbares****damals

8.

Arbeitsfeld in der noch sozialistischen Regierung, die eine Schulreform

den

Licke

vorbereitet hatte. Diese sie so erfreuende Arbeit wurde wiederum durchpolitische Ereignisse unterbrochen. Man nahm Kommunisten in die Regierungpolitischenyauf, was dann in ideologischer Verbindung mit Ereignissen in Bayern zu einem miltitärischen Einmarsch und/ einer katastrophalen, reaktionärenEntwicklung führte. Die nachfolgende Wahl des Land

zu/

t 828

geschnitt

( 1923)

einschliesslich

Landtags im Februar 1924 ergab eine Einheitsfront bis zu den Nationalso-zialisten gegen die Sozialdemokratie. Anna Siemsen musste ihr Amt aufgeben.Regierung fürDie ihr durch die Universität Jena verliehene Professur konnte man ihr- trotzSie übte ihr Ant dort bis 1932 ausaller Bemühungen dazu- nicht nehmen. Sie hatte nun Zeit, neben den Vorlesungen,

eit für ihre literarischen Arbeiten, für RX Kurse in Deutschland - 1932

Mitglied dos

und Europa . 1928 war Anna Siemsen in den Reichstagsgewählt worden. Ihre D.'e

inter Erscheinung

fatern

kame

Eigenwilligkeit liess sie immer ein wenig als Fremdkörper in der Parteiwirken, trotzdem sie und ihr Wollen gut und echt way. Aber dadurch kam ihrgrosses Wissen und ihre Sprachkenntnisse sicher nicht in dem Umfange zurVerwendung, wie es wünschenswert A gewesen wäre. Ihre persönliche Stärkeund das Versöhnende an ihr, war ihre grosse Sachlichkeit, die es ihr nicht

erlaubte, irgend eine Empfindlichkeit zu zeigen. Jedoch stellte sie sich 1932mah'nicht erneut zur Wahl, es hiess, dass ihre nicht sehr feste Gesundheit siearan hinderte.

Im März 1933 ging Anna Siemsen in die Schweiz.Es ging thr, wie so vielen vonfür/

uns Sozialdemokraten. Diese wissenschaftliche Arbeit prädestinierte Frau,deren ganzes Leben darauf aufgebaut war, Erkenntnisse, die sie sich erarbeitete,anderen Menschen schriftlich oder mündlich mitzuteilen, sollte sich nun inder Schweiz dem für Ausländer geltenden Arbeitsverbot fügen? Sie war dortkeine Fremde, a, im Kreis religiöser Sozialisten und in der Sozialdemo-kratie der Schweiz war sie bekannt und anerkannt und zur Mitarbeit hoch-

willkommen. Der Jugend sekretär Walter Vollenweider bot ihr an, dergesetzlichen/

Form nach eine Ehe zu schliessen und sich dadurch die ungestörte Arbeits-Can't han

möglichkeit zu sichern. So geschah es. Nun konnte sie als Rednerin undSchriftstellerin wirken, konnte die Redaktion der sozialistischen Frauen-zeitschrift" Die Frau in Leben und Arbeit" übernehmen, konnte in der Bil-