Vorwärts
( zu Beginn des Jahres 1952)
Die bedeutendste Vorkämpferin der proletarischen Frauenbewegung, jáihre eigentliche Schöpferin,??? war Louise Zietz , geb. Körner........... Am 25. März 1865 in einem kleinen holsteinschen Ort unweitHamburg geboren. Vater kinderreicherVater kinderreicher Tuchwirker. Die kümmerlichenVerhältnisse haben sie frühzeitig--- Bannkreis der modernen Arbeiter-bewegung.Beginn ab 1892( also 27 Jahre alt) Agitatorin, Vers. Partei)damals unerhört.---- Feinde der Bewegung Entrüstung, Spott. Anhängermeistens Skepsis.---- Ihr war es ernst.---- Schonungslose Anklage gegenHerrschaftssystem.----- Leidenschaftlicher Appell an die Frauen.Sie sollen durch ihre Emanzipation die Voraussetzungen schaffen fürdie Befreiung aus Lohn- und Geschlechtssklaverei.---- 1896 war derHamburger Hafenarbeiterstreik.--- Louise sehr aktiv.---- Ihr Name inaller Mund( in Hamburg ) Der Hamburger Wahlkreis( Hamburg I) delegiertesie regelmässig zu den Parteitagen. Sie beteiligte sich an den Debatten.1908 Vereinsgesetz. Louise wurde in den PV gewählt. bis zur Spaltung.Viele Broschüren. Reiste in jeden der 45 Agitationsbezirke. Unzähligeöffentliche Versammlungen in Stadt und im Dorf.
Verbesserung
Sozialer Fortschritt" Wenngleich sie der Auffassung war, dass eineideale Sozialfürsorge erst in einer sozialistischen Gesellschaft durch-zusetzen sei, so hat sie sich doch zielbewusst für eineder sozialen Lage der arbeitenden Klassen in der bürgerlichen Gesell-schaft eingesetzt. Unsere heutige Sozialfürsorge weist viele Spurenihres Wirkens auf.
Ein gewisser Radikalismus war ihrer Natur gemäss und so erscheintes verstdlich, dass sie unter den Gegnern des Revisionismus zu findenund sich während des ersten Weltkrieges auf die Seite der" Kredit-verweigerer im Reichstag stellte.
war
Sie war an der Gründung der USPD beteiligt und übernahm in deren Vor-stand die Funktion einer geschäftsführenden Sekretärin.( 1917)Auf der Liste der USPD wurde sie auch 1919 in die Nationalversammlung und 1920 in den Reichstag gewählt.( 3. Berliner Wahlkreis)
Im Parlament war sie unter den weiblichen Abgeordneten die markantesteFigur. Die gleiche Härte und Ausdauer, die gleiche Unerschrockenheit,die sie bei der Agitation ausgezeichnet hatte, bewies sie im Parlament..Sie ging in ihrer Aufgabe völlig auf ohne Rücksicht auf ihre Gesund-heit, die den Strapazen einer so bewegten Zeit nicht mehr gewachsenwar. Am 26. Jan.brach sie im Hause zusammen, Schlaganfall, am 27.Jan.18schte ihr Leben aus.
Damals noch nicht Einigung--- aber noch im gleichen Jahr.---- Auch dieSPD ( Mehrheitspartei) beklagte den schweren Verlust für die gesamteArb- Bewegung. Beteiligte sich an der Einäscherung im Krematorium derBerliner Gerichtstrasse.
Die sozialdemokratische Frauenkonferenz 1924( Die erste nach der Wieder-vereinigung) beschloss eine würdige Ausgestaltung ihrer Grabstätte.Selbstlos- glühende Liebe- Begeistrung für Menschenrecht- für Frau undSozialismus--- Andenken sollte lebendig bleiben.