von Diakonissinnen und ein Kindergärtnerinnenseminar. Fast überallwar ein sehr reges und tiefes Interesse, sehr viel mehr, als ich erwartethatte, und es ist anzunehmen, daß es einige wertvolle Erfolge bringenwird.
Wir riefen auch ein Mitgliedertreffen zusammen, um einige der altenMitglieder wieder zu sammeln und neue Menschen zu interessieren. ImGanzen fand ich den Besuch in Berlin sehr lohnend, und er könnte vieleFrüchte tragen, wenn die Verbindungen aufrecht erhalten und weiterentwickelt werden.
Bad Salzuflen und Herford : Kurz vor Weihnachten be-suchte ich das Gebiet von Bad Salzuflen und Herford , wo ich Versamm-lungen von Kindern und Jugendlichen abhalten konnte. Eine Jugend-versammlung in Verbindung mit der Baptistenkirche in Herford war einneuer Versuch und erweckte viel Interesse. Trotz mancher Schwierig-keiten will ich versuchen, an mehr kirchliche Jugendgruppen und Frauen-gruppen heranzukommen, besonders von Freikirchen, da ich merke, daßdiese ein offeneres Feld für Mitgliedschaft bieten.
Die nächsten 2 Monate habe ich in Düsseldorf - Hagen ge-arbeitet.
Düsseldorf : Die Düsseldorfer Ortsgruppe war durch Kriegs- undNachkriegszeiten fast erloschen, aber durch Frau Finke- Ehricke warenfür mich Möglichkeiten geschaffen, das Gebiet zu besuchen mit der Aus-sicht, unsere Arbeit dort wieder zu beleben.
Zum erstenmal war es möglich, in eine Reihe von kirchlichen Frauen-organisationen Zugang zu finden, was bisher anderen Orts noch nichtmöglich gewesen war. Im Ganzen wurden 6 Frauengruppen evangelischerKirchen besucht und angesprochen, manchmal vereinigten sich 2 oder 3Kirchen zu einem gemeinsamen Treffen, so daß wir tatsächlich die Frauenvon mehr als 6 Kirchen erreichten. Ich fühle, der Zugang zu vielen dieserchristlich eingestellten Frauen ist eröffnet, und ich hoffe, dies wird nochzu festeren Erfolgen in der Zukunft führen.
Im Anschluß an die Gruppen der evangelischen Kirchen besuchte ichden Pfarrer der Baptistenkirche in Düsseldorf und seine Frau und ver-abredete mit ihnen, zu ihren Frauen zu sprechen. Auch diese waren inter-essiert, obgleich wieder der Gedanke der totalen Enthaltsamkeit neu war.Es war jedoch eine Freude, daß einige dieser Frauen sich entschlossen,total abstinent und unsere Mitglieder zu werden.
Ich konnte auch eine Gruppe der Siebenten- Tags- Adventisten anspre-chen, und die Frau des Pastors, welche früher unser Mitglied gewesenwar, versprach, ihre Mitgliedschaft zu erneuern.
Die Methodistengemeinde in Düsseldorf ist nur sehr klein und hat keinbestimmtes Kirchengebäude und keine Frauengruppe. Aber ich besuchteden Pastor, welcher mir die Möglichkeit, von unserer Arbeit zu erzählen,versprach, sobald die Frauenarbeit an seiner Kirche beginnen würde.
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