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Nachdem Marie und Elisabeth durch ihre Heimarbeit die finanzielleGrundlage geschaffen katkan und sich in vielen Gesprächen über diepolitischen Strömungen der Zeit manches Mal heiss geredet hatten, ergabes sich zwangsläufig, dass sie auch nach aussen einen Kontakt mit gleichdenkenden Menschen suchten. Man unterhielt sich in der näheren und wei-teren Nachbarschaft, beim Einkaufen, und auf Versammlungen mit Teilneh-mern, mit denen man zufällig ins Gespräch kam. Aber diese Gespräche be-friedigten nicht, regten nicht an, zeigten keinen Weg, um dahin zu kom-men, wohin man eigentlich wollte.
Wohin wollte denn Marie? Sie war sich selbst nicht klar darüber, hattekein politisches Ziel, dachte an keine politische Aufgabe. Sie wusstenur, dass es notwendig war, mit Menschen in Verbindung zu kommen, diein der sozialistischen Bewegung aktiv tätig waren. Versuche, mit Red-nern auf politischen Versammlungen Kontakt zu bekommen, waren geschei-zu, warentert. Wenn sich Marie und Elisabeth am Ende einer Versammlung bis zumRednerpult durchschlagen wollten, kamen sie zu spät. Oder sie erreich-ten einen kleinen Funktionär, der mit dem Wunsch der beiden Frauen, An-schluss an die sozialistische Bewegung zu finden, nichts anfangen konn-te oder sogar der Meinung war, dass es besser xi für die Frauen sei,wenn sie die Finger davon liessen. Auf ihre Erkundigungen nach irgend-welchen Frauenorganisationen erhielten sie negative Antworten. Im letz-ten Augenblick fiel ihnen ein, dass sie ja eine sehr genaue adresseaus Landsberg mitbekommen hatten, xaxe sozialwissenschaftliche Re-ferentin der Gewerkschaften, Ida Altmann , musste gute Ratschläge gebenkönnen. Noch am gleichen Tag suchten Marie und Elisabeth die Referentinauf.
" Sie war ein gebildeter Mensch mit grossem Wissen, sehr freundlich, anden sogenannten Frauenfragen aber garnicht interessiert. Auf dem Gebietder personellen und organisatorischen Fragen kannte sie sich überhauptnicht aus und gab das auch offen zu. Aber sie hatte schon etwas von