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schwichtigend ab. Sie fürchtete, dass mein Temperament und meine( von ihr mit Recht gefürchtete) Unkenntnis der Gesetze keine gutenFolgen haben würde.- Es war ein verlorener Abend. Elisabeth undich gingen betrübt nach Hause und erzählten uns gegenseitig, was mandazu alles hätte sagen können, ж******
Schon bald danach wurde ich Vorsitzende dieses Schöneberger Frauen-und Mädchen- Bildungsvereins. Das kam so: Elisabeth und ich sassenbei unserer Heimarbeit. Sie war so eintönig, dass es dabei nichtviel zu denken gab. Wir konnten dabei über andere Dinge reden, dieuns mehr bewegten. Die Türglocke ging, und es erschien eine De-putation von Frauen. Der Verein hätte doch demnächst seine General-versammlung. Frau X. wolle von ihrem Posten als Vorsitzende zurück-treten. Ob ich wohl dieses Amt übernehmen würde. Wir hätten unsdoch sofort nach unserem Zuzug in Schöneberg für die politischeFrauenbewegung zur Verfügung gestellt.
" Wir brauchen jüngere Frauen, die in die Bewegung hineinwachsen, unddie Übernahme von Vertrauensfunktionen ist abhängig von Willen undErkenntnis. Beides haben Sie!"
Ich zögerte mit einer Antwort. Würde ich mich nicht doch zu sehrbinden? Mit Arbeit überlasten? Auch fühlte ich mich noch garnichtso wissend, wie die Genossinen annahmen, und ich wollte niemandentäuschen. Als ich fragend zu Elisabeth hinübersah und sie mir ener-gisch zunickte, sagte ich schliesslich doch' ja'.
In der Generalversammlung wurde ich dann einstimmig gewählt.
Nun war ich ein gutes Jahr lang, von 1907 bis 1908, die Vorsitzendedes Vereins, bis das Reichsvereinsgesetz von 1908 den Frauen andereMöglichkeiten gab, sich öffentlich zu betätigen. Bis es aber so weitwar, ereignete sich noch allerlei."
Mit der Übernahme von Ämtern, Funktionen und besonderen Pflichtenkonnte Marie Juchacz ihre Erfahrungen ausbauen und erweitern. DasKennenlernen neuer Menschen war für sie in dieser Zeit besonders wichtig und wertvoll. Einmal kam unverhofft Ottilie Baader , Vertrauens-person der sozialdemokratischen Frauen Deutschlands , in eine dervon Marie Juchacz geleiteten Versammlungen. Ob sie das Thema desVortrags interessierte oder einen anderen Grund hatte, vielleichtden, festzustellen, xixxXXX** XX** X** X* x* x* x* x*\* x* x* xxxxärdexx wie' die neue Vorsitzende' mit ihrer Aufgabe fertig würde, konnte Marie