Akte 
Manuskript "Leben und Arbeit"
Entstehung
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greiflich niedrige Niveau, das sich scheinbar immer dann äussert,wenn xxxx uniformierte Männer zu einer kasernierten Masse zusammen-gefasst werden."

Und wie war das Ergebnis dieser Demonstrationen, Versammlungen,Flugschriften und der anderen Protestaktionen?

" Die Regierung und die Parteien des Landtages dachten garnicht daran,den Arbeitern irgendwelche Konzessionen zu machen. Nicht einmal derZwang zur öffentlichen Stimmabgabe bei der Wahl wurde aufgehoben,was sich besonders moralisch negativ auswirkte, weil der kleine Ge-schäftsmann, der Beamte und überhaupt alle abhängigen Existenzen un-ter terroristischen Druck gesetzt wurden.

Die sozialdemokratische Partei holte zu einem Gegenschlag aus. Über-all versuchten die Frauen, ihren Einfluss als Käuferinnen in den Ge-schäften geltend zu machen. Je nach der wirtschaftlichen Strukturdes Wahlbezirks forderten sie als Kundinnen vom Geschäftsmann entwe-der Stimmenthaltung oder offene Stimmabgabe für die Sozialdemokratie.Wir waren uns vollkommen klar darüber, dass diese Form des Kampfesnicht zu den üblichen Praktiken der кäxдfяx Arbeiterbewegung gehör-te, aber dennoch wurde überall dort, wo das Klassenwahlrecht und die

offene Stimmabgabe gültig waren, in derselben Art und Weise auf brei-

tester Basis und stellenweise mit noch stärkeren Mitteln der Wahl-kampf geführt. Terror von unten ist in den meisten Fällen Notwehr.

Wir Frauen gründeten nach Bekanntgabe des Wahltermins auch allgemei-ne Wahlvereine. Das war, begrenzt für die Wahlzeit, möglich. Dasssich bei uns grösste Bereitschaft und initiativer Mut entwickelnkonnten, dafür sorgten die Anregungen, die laufend aus dem Büroder" Vertrauensperson der sozialdemokratischen Frauen Deutschlands ",von Ottilie Baader kamen. Sie wurden sofort aufgegriffen und unver-züglich durchgeführt.

Auftrieb gab uns auch die Vorbereitung des Reichsver einsgesetzes.Hier sollte uns grössere Freiheit winken, weil es die Frauen nichtmehr ganz aus dem öffentlichen und Organisationsleben ausschliessenwollte. Es versprach im Entwurf der Regierung( in dieser Zeit warBülow Reichskanzler) auch das Koalitionsrecht der Arbeiter, was auchfür die arbeitenden Frauen von grösster Bedeutung war( zu diesemZeitpunkt waren vier Millionen Frauen als Arbeiterinnen tätig). Aufbürgerlicher Seite sahen wir die Bemühungen, den von den Arbeitern