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sprach. Aber wie war das zu erreichen? So lange eine Schulreformnicht auch dem Arbeiter diese Möglichkeiten brachte, so lange eskeine besonderen Aus- und Fortbildungsschulen gab und solange derArbeiter vom Hochschulstudium ausgeschlossen war, mussten die so-zialistischen" Bildungsgruppen" zur Selbsthilfe greifen. Aus die-sen Bemühungen, an denen Marie und auch Elisabeth lebhaft betei-ligt waren, entstanden später die Volksbibliotheken, Volksbühnenund anderen Einrichtungen. Bevor es aber so weit war, mussten dieBildungsgruppen von sich aus handeln. Es klingt heute vielleichtprimitiv, kennzeichnet aber desto deutlicher den Wandel, wenn manhört, was Marie Juchacz an einem Detail- Beispiel erläutert:
" Bei allen kulturellen und künstlerischen Veranstaltungen warenauf der Rückseite des Programms die Regeln zu lesen, mit denen derKonzert- oder Theaterbesucher um richtiges Verhalten gebeten wurdeund freundliche Anweisungen erhielt. Ich weiss, dass ich einmal beieinem grossen Konzert in einem Saal in der Hasenheide und mit ei-nem der bekanntesten Dirigenten dieser Zeit mit Freunden nicht nurüber die künstlerische Qualität des Konzerts, sondern auch über dasmustergültige Verhalten des Publikums, das nur aus Arbeitern be-stand, sprach, und man merkte mir wohl meine Begeisterung an."
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Über diese Dinge wurde einmal sehr viel später im Haus von Marieund Elisabeth- als die Nationalsozialisten schon mit ihren poli-tischen und geistigen Erziehungsprogrammen auftratenmit den er-wachsen gewordenen Kindern von xkisakakk Marie und Elisabeth ge-sprochen. Marie und Elisabeth waren sich über die Problematik beider Erziehung von Erwachsenen durchaus klar, aber Marie fand dieeinleuchtende Erklärung, dass die Aufklärung und Erziehung des Ar-beiters in den Anfängen der sozialistischen Bewegung gleichzustel-len sei mit der Erziehung und Aufklärung eines Kindes, dem man auchden Umgang mit Messer und Gabel beibringen müsse. Der Arbeiter seidamals sowohl politisch als auch in Bezug auf Bildung und Kultur" im Kindesalter" gewesen und hätte deshalb mit all dem, was politi-sche und geistige Bildung und Kultur als" werkzeug" bedeuten, erstvertraut gemacht werden müssen. Heute wisse er, wie man damit umge-hen müsse, und deshalb käme es nicht mehr auf das" Wie" an, sonderndarauf, aus der Fülle des Gebotenen das herauszufinden, was gutшя sei und den Menschen ganz allgemein weiterbringe und dabei aucherfreue.