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gesprochen, sondern auch im engeren und weiteren Freundeskreis hin-und hergewälzt, Möglichkeiten erwogen und wieder verworfen, aber dieZeit zur Verwirklichung war noch nicht gekommen. Die Idee hat michdann nie wieder verlassen."
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Nach sechszehn Monaten ihrer Tätigkeit im Bezirk Obere Rheinprovinzhatte Marie Juchacz das Bewusstsein, auf dem rechten Wege und im Be-griff zu sein, etwas von Dauer aufzubauen. Meneher Plan wurde mit Er-folg verwirklicht, manche Idee entstand bei der Arbeit und half wei-ter.
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" Da kamen die Juli- Tage 1914, die uns alle aus unseren Illusionenvon einer kämpferischen und stetigen Aufwärtsentwicklung rissen undunsere Arbeit grausam unterbrachen. Es hatte- was uns innerlich im-mer beunruhigte- unter der Decke der' internationalen Beziehungen'geschwelt, sonst hätte der Mord in Sarajevo diesen Weltbrand nichtentzünden können.- Diese Julitage können wohl kaum in allen Nuancie-rungen, mit den durcheinandergebrachten Gedanken und Empfindungenbeschrieben werden. Der Boden bebté plötzlich unter uns. Desto ent-schlossener versuchten wir, zu handeln. Meine Kollegen Adolf Hof richter und Carl Zörgiebel fuhren in den Bezirk hinaus, um dort im-mer in der Hoffnung, dass es nicht zum Schlimmsten kommen würde, aberin den Dispositionen doch mit diesem Schlimmsten rechnend- mit un-seren Leuten in Verbindung zu bleiben und alle Eventualitäten zu be-sprechen. Ich blieb in diesen Tagen vor der Mobilmachung verabre-dungsgemäss von früh bis spät in unseren Büroräumen, um dort die Ent-wicklung der Dinge und etwaige Nachrichten abzuwarten, um dann-für alle vorkommenden Fälle abgesprochen zu handeln. Wir wussten,dass geheime Verfügungen bestanden, um im Falle eines Kriegsaus-bruchs alle Sozialdemokratischen Zeitungen zu verbieten und die Se-kretariate zu schliessen. Es lagen- auch das war uns bekannt- Li-sten bei den Behörden mit den Namen und Adressen führender Sozial-demokraten, die im Ernstfalle xx verhaftet werden sollten. Davorhatte niemand von uns Angst. Es war nur gut, es zu wissen. Sozial-demokraten waren es gewohnt, für ihre Überzeugung ins Gefängnis zugehen. In unserem Bewusstsein waren wir ganz mit der Zeit derSozialdemokratie verbunden. Wilhelms II. törichte Aussprüche von den' vaterlandslosen Gesellen' und andere Drohungen waren in unserem Ge-dächtnis nur zu lebendig.
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