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hätten, welche Leistungen dieser Krieg den deutschen Frauen abver-langen würde!- Die Mobilmachung artete in eine Psychose aus, die vonden Menschen Besitz ergriff, ihr Denken ausschaltete und sie entwederzu stupider Begeisterung hinriss oder, zu Instinkthandlungen trieb,nach der Parole, dass jeder sich selbst der Nächste ist. Die Hamstereibegann, in Waschkörben wurden alle nur erreichbaren Lebensmittel nachHaus geschleppt. Bald gab es weder Salz noch Zucker, weder Hülsenfrüch-te noch Mehl oder Konserven.- Wo hatte das Militär plötzlich die neu-en Uniformen her? Wir kannten es bisher nur im blauen Tuch, mit rotenBiesen. Jetzt marschierten sie' feldgrau' im Parade schritt daher, querdurch die Stadt, als sichtbares Zeichen unserer militärischen Macht'War der Krieg doch so sorgfältig vorbereitet worden? O ja, jeder Mann,auch der Nicht gediente, hatte plötzlich seinen Militärpass und wusste,wo er sich zu stellen hatte. Die jüngeren Jahrgänge, die noch nie' zurStellung gewesen waren, wurden aufgerufen, sich auf dem zuständigenBezirkskommando einzufinden, wo sich darüberhinaus Freiwllige in gros-sen Mengen einfanden. Von dem' furor teutonicus' können sich nur dieeine Vorstellung machten, die diese Tage selbst miterlebten.- Späterwurde mir auf Befragen im Ausland erzählt, dass dagegen die Mobilmachundurch Hitler im Jahre 1939 auf eine Kirchhofsruhe gestossen sei.Nie werde ich die Kolonnen der eingezogenen Zivilisten vergessen, mitihren braunen Pappkartons, mit denen sie ihre Zivilkleider zurück-schicken sollten. Die meisten trugen Stecken, geschultert, an denSpitzen mit Blumensträussen geschmückt. Die Frauen und Bräute marschierten begeistert nebenher, und auch viele Mütter.' Siegreich wolln wirFrankreich schlagen', so sangen sie. Elisabeth und ich, und viele an-dere, waren fassungslos. Wir begriffen den Stimmungsumschwung nichtmehr. Da zogen Männer und Frauen, die gestern, vorgestern und in denWochen vorher in unseren Versammlungen waren, Menschen, die wir kann-ten, die zum Teil in unserer Umgebung wohnten.- Ich versuchte, einigeanzusprechen, einen jungen Mann aus unserem Hause:
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Nun wird es doch Ernst, aber von unseren Leuten wissen wir, dass siedraussen zumindest mit den Frauen menschlich umgehen werden, und auchvon Ihnen weiss ich das!"
" Meinen Sie? Mit Glacéhandschuhen fassen wir niemanden an, wenn's seinmuss, auch nicht die Frauen. Das ist vorbei!"
Ich konnte ihm nur kopschüttelnd nachsehen.
sich zwei Frauen.
" Ist das nicht schrecklich, Frau F.?"
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Neben mir unterhielten
" Schrecklich? Wieso? Die sind doch alle s o lustig. Übrigens, meinMann braucht nicht mit."