Akte 
Manuskript "Leben und Arbeit"
Entstehung
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und stürzte aus erster Stockwerkhöhe herunter bis in den Keller, woer mit dem Kopf auf einen dort liegenden Eisenträger aufschlug, derihm den Kopf bis zu einer Länge von zehn Zentimetern aufspaltete. InWindeseile wusste die Stenzelstrasse, was geschehen war, auch Lottestürzte die Treppe hinunter, boxte sich durch die Menschen hindurch,die sich um Paul bemühten und- als sie sah, was passiert war behieltsie den Kopf oben, dxxkkxxxxxx lief zum nächst erreichbaren Telefonund alarmierte die Lindenburg, eine im Vorort Köln- Lindenthal liegendegrosse Krankenanstalt, die sofort einen Wagen schickte und Paul ab-

transportierte.

Erst zwei Tage später kamen Marie und Elisabeth zurück.дия ×××× Eswar ein schwerer Schock, auch wenn sich jetzt schon zeigte, dass esweniger schlimm um Paul aussah, als man zuerst vermuten musste. Marieund Elisabeth sagten ihre nächsten, schon disponierten Reisen in dienähere und weitere Umgebung ab, um in Köln bleiben zu können, bis esPaul besser ging. Eine weitere Komplikation trat ein, als der Jungeeine schwere Blutvergiftung bekam. Den Ärzten war nicht aufgefallen,dass Paul sich auch den Daumen der linken Hand verletzt und verschmutzthatte. Die farbigen Vergiftungsstreifen waren schon bis zur linkenSchulter sichtbar, als die Ärzte- wirklich im letzten Moment- zu-griffen.

war

Rx Das Krankenhaus durch die vielen Kriegsverletzten, die von derWestfront zurücktransportiert wurden, überfüllt.xxxxxxxxxxxxxxxwurdeKxxxxxxxxя Paulnach Hause geschickt. Da es mitten im Winter war, zogFritz mit einem Schlitten und mit Decken los, um ihn abzuholen. ExkEbenso wurde er wöchentlich einige Male zum Verbinden mit dem Schlitterhingefahren.

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Das machten die Kinder alles von sich aus, ohne dazu von ihren Mütternangehalten zu werden.

Emil Kirschmann war an der Westfront verwundet worden, kam in ein Hei-matlazarett, hielt sich auch einige Tage in Köln auf, und ging dannwieder zur Truppe zurück. Von den Kindern wurde er wie ein Onkel be-handelt, den man noch nicht richtig kannte. Aber' Onkel Emil' war éinMann, der grosse Fähigkeiten besass, die besonders dem Fritz imponier-ten: er konnte wunderbar Päckchen verschnüren und Schrift malen. Dich-ten konnte er auch. Auf ein ausgeblasenes Ei schrieb Onkel Emileinmal zu Ostern den sinnigen Spruch:" Gack, gack, gack, ich legein Ei, ruft mal schnell den Fritz herbei, dass er seh dass trotzGeschrei, in dem Nest ein Windei sei."