Akte 
Manuskript "Leben und Arbeit"
Entstehung
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zurück, zum Teil krank, arbeitsunfähig, verworren, weil sie nicht ganzverstanden, was vor sich ging. Zum grössten Teil strebten sie ihren Ar-beitsplätzen zu, soweit diese noch vorhanden waren, oder suchten sichneue Arbeitsplätze. Dabei lösten sie die Frauen ab, von denen nun vieleplötzlich vor dem Nichts standen. Der Krieg hatte grosse psychologischeÄnderungen und solche der äusseren Lebens gewohnheiten und Anschauungenverursacht. Nahrungsmittelmangel, Teuerung, Massenerkrankungen von Kin-dern und Erwachsenen als Folgen vorhergegangener Unterernährung undvornehmlich auch beiÜberanstrengung, Demoralisationserscheinungen

der Jugend, zerrüttete Eheng, Verwilderung der Sitten, die sich ankün-digende Geldentwertung und die allgemeine politische Verwirrung be-stimmten das Bild des sozialen Lebens.

In der Arbeiterbewegung lag damals der Gedanke nahe, nun die vielenfreiwilligen sozialen Kräfte der Kriegszeit zusammenzufassen und da--raus etwas Zweckmässiges und Neues zu xxxяffяxx formen. Es wollte aber

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aus sehr vielen Schwierigkeiten- nichts derartiges zur Durchführungkommen. So oft diese Frage noch so dringlich im engsten Kreis durchge-sprochen wurde-, wir kamen nicht über die ersten Schwierigkeiten hin-weg. Der Reichspräsident Friedrich Ebert gab uns das Motto:' Die Ar-beiter- Wohlfahrt ist die Selbsthilfe der Arbeiterschaft'. Nach den ma-teriellen und konnten nun- durch die grosse und schöne Geste einesFreundes alle psychologischen und prinzipiellen Bedenken überwundenwerden. Dass die Idee einer sozialen Organisation auf dieser Basis be-reits in den Köpfen unserer Freunde wurzelte, ist durch zwei Dinge be-wiesen: durch die Gründung des' Hamburger Ausschusses für sozialeFürsorge' schon in Sommer 1919, und durch die widerspruchslose Aufnahmeder' Arbeiter- Wohlfahrt' im ganzen Reich, xxxxxxxx gegen Ende des Jahrres 1919, und durch ihr schnelles Wachstum. Bezirks-, Orts- und Kreis-sogarausschüsse wurden gebildet, Vertrauensleute in kleinen Ortenauf dem Lande- wurden gefunden, alles entwickelte sich in schnellerFolge.Zuerst wurden die Aufgaben der' Arbeiter- Wohlfahrt' sehr allgemeingesehen: Hilfe von Mensch zu Mensch in grosser Not war zu leisten. Aus-landshilfe unterstützte die ersten Bemühungen. Aus diesem Zustand wuchdie' Arbeiter- Wohlfahrt' bald heraus. Es war erstaunlich, mit welcherSchnelligkeit die junge Organisation die Kinderschuhe austrat, wie, einArbeitsgebiet nach dem anderen erkannt und in Angriff genommen wurde,in wievielen Variationen die Hilfe von Mensch zu Mensch sich entwickelte,wie stark aber auch das Bedürfnis wuchs, mehr von den Notwendig-keiten dieser Arbeit zu wissen und dieses Wissen ständig zu erweiternund zu vertiefen.

Organisation und Arbeitsgebiete der Auwachom]