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Vieles von den Entwicklungsmöglichkeiten unserer sozialen Arbeit warvorauszusehen gewesen. Neues, Überraschendes kan hinzu. Vom Reichstagher kam das Reichs jugendwohlfahrtsgesetz, Mitarbeiter der Arbeiter-Wohlfahrt' sassen in Parlament und trugen dieIdeen moderner Jugendwohlfahrt in das Gesetz hinein, alles vollzogsich in dauernder Wechselwirkung. Die Länder, Städte und Landkrei-sex mussten sich mit der Ausführung der neuen Gesetzgebung praktischbeschäftigen. Die' Arbeiter- Wohlfahrt' musste die gewählten Vertreterin den Kommunen und ihre Mitarbeiterschaft mit der neuen Entwicklungvertraut machen.- Die Arbeitslosenversicherung und Fürsorge, wie derAusbau der Sozialgesetzgebung überhaupt- stärkerer Arbeitsschutz,Schwangeren- und Wöchnerinnen- Fürsorge brachten nicht nur Hilfe fürdie Betroffenen. Sie trugen ebenfalls mit dazu bei, die moderne Auf-fassung über soziale Hilfsmassnahmen, die Verpflichtung der Allgemein-heit zur Teilnahme an sozialer Arbeit deutlich zu machen. Erwähnt zuwerden verdient besonders das Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechts-krankheiten', in welchem mit ganz alten, längst überlebten Ideen auf-geräumt wurde.
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Die von der' Arbeiter- Wohlfahrt' zu leistende Aufklärungs- und Bil-dungsarbeit war von Beginn an sehr intensiv und steigerte sich ständig.Für die ehrenamtliche Arbeit fanden laufend zentrale und regionale Kur-se statt, um die Mitarbeiter mit der neuen Gesetzgebung und ihrer Aus-führung bekannt zu machen. Um mit den Kräften der Arbeiter- Wohlfahrt'auch in die soziale Berufsarbeit vorzudringen, waren zuerst einigeSonderlehrgänge notwendig. Reife Persönlichkeiten, die auf Grund ihrerBerufserfahrung einen Abschluss und staatliche Anerkennung brauchten,nahmen daran teil. Darüber hinaus wurden mit Darlehen und Beihilfender' Arbeiter- Wohlfahrt' jüngere Menschen in vorhandene soziale Schu-len vermittelt. Für andere wurde die notwendige Vorschulung geschaf-fen, sie strebten mit Hilfe unserer Organisation über die Kindergärt-nerin und Hortnerin zur Jugendleiterin oder auch über die Krankenpfle-ge zur sozialen Berufsausbildung. Moderne Kommunalverwaltungen kamenuns mit der Bereitstellung von Plätzen für das soziale Vorpraktikumentgegen. Doch es stellte ich sehr bald die Notwendigkeit zur Schaf-fung einer eigenen sozialen Ausbildngsstätte der Arbeiter- Wohlfahrt'heraus, um der Notwendigkeit einer guten Berufsausbildung genügen zukönnen."
Schon im Jahre 1918 war in Berlin- Schöneberg eine soziale Frauen-schule entstanden, deren Programm auf die neue Zeit ausgerichtetwar. Die Initiatorin und Leiterin***** war Dr- Alice Salomon. - Wassich Marie Juchacz unter den Aufgaben und Zielen der' Arbeiter-und eigener SchulenWohlfahrt vorstellte, sprengt bei weitem den Rahmen, der durchdie damals aufgestellten Satzungen gezogen wurde.