Akte 
Manuskript "Leben und Arbeit"
Entstehung
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übernahm sie das Referat" Kriegerwitwen- und Kriegerwais enfürsorge"

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" Die einzige deutliche Erinnerung an eine engere Zusammenarbeit mitMarie Juchacz - so sagt Dorothea Hirschfeld habe ich aus den Anfängenmeiner Tätigkeit im Reichsarbeitsministerium. Es handelte sich damalsdarum, den Kriegerwitwen, deren Betreuung in mein Referat fiel, Berufs-möglichkeiten zu schaffen. Dabei war der Gedanke aufgetaucht, für einenverkürzten Nachschulungskursus für Wohlfahrtspflegerinnen, den Alice Salomon in ihrer Wohlfahrtsschule zum ersten Male plante, um den zahl-reichen Frauen, die ich nach dem ersten Weltkrieg ohne genügende Vor-bildung der Wohlfahrtspflege, zur Verfügung stellten, eine solche zuermöglichen und auch geeignete Kriegerwitwen vorzuschlagen. Dieser Planwar zunächst zwischen Marie Juchacz und mir besprochen und dann anAlice Salomon herangebracht worden. Ich entsinne mich, dass eine grosseZahl von Gesuchen von Kriegerwitwen eingingen, meist veranlasst durchdie damals entstandenen Verbände der Kriegsbeschädigten und Kriegshin-terbliebenen, an die die Anregung dazu von damaligen Reichsausschussder Kriegsbeschädigten- und Kriegshinterbliebenen- Fürsorge ergangenwar. Diese Gesuche haben Marie Juchacz und ich sorgfältig geprüft, undich habe damals einen ganz starken Eindruck davon gehabt, wie verständ-nisvoll und objektiv Marie Juchacz an diese Aufgabe heranging, wie siein Rücksprachen mit den Antragstellerinnen es verstand, den Frauen dieAnforderungen des sozialen Berufs klar zu machen und ihnen mit gütigen,aber bestimmten Worten zu sagen, wenn aus irgend welchen in der Personder Antragstellerin liegenden Gründen dem Gesuch um Aufnahme in den Kursus nicht entsprochen werden konnte."

Wenn Dorothea Hirschfeld auch nicht mehr direkt mit Marie Juchacz zutun hatte, so blieb sie doch der Arbeiter- Wohlfahrt als Mitarbeiterinverbunden:

" Sie wurde noch enger geknüpft, als die AW 1924/25 daran ging, einenNachschulungskursus für in der Wohlfahrtspflege stehende Männer undFrauen zu veranstalten. Hier liegen die Anfange der systematischenSchulungsarbeit der AW, die dann einige Jahre später zur Gründung dereigenen Wohlfahrtsschule der AW führten. Ich habe von Anfang an an die-ser Arbeit teilgenommen, wobei mir die Tätigkeit im Ministerium natur-gemäss sehr zugute kam, und kann sagen, dass die Erinnerung an sie zuden schönsten meines Berufslebens gehört."

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Bei der Charakterisierung der Aufbau- und Entwicklungsarbeit der AWdarf auch die Stimme von Louise Schroeder nicht fehlen. Ein Jahr vorihrem Tode liess die einstmals regierende Bürgermeisterin Berkins noch