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einmal die Septembertage des Jahres 1926 lebendig werden:
" Vor mir liegt das Protokoll der bevölkerungspolitischen Tagung desHauptausschusses für Arbeiter- Wohlfahrt in Jena vom September 1926. Esstimmt mich wehmütig und froh zugleich: wehmütig, weil der grössteTeil der damaligen Referentenwie Dr. Quarck, Dr. Moses, Gertrud Hanna ,Elisabeth Kirschmann- Roehl uns seit langem- zum Teil infolge national-sozialistischer Grausamkeiten- verlassen mussten. Nur Dr. Zadek undDr. Kautzky weilen ausser mir selbst unter den Lebenden. Es stimmtmich aber auch froh und stolz zugleich, zu sehen, mit welchem Ernst diejunge Arbeiterwohlfahrt die im Kaiserreich ungelöst gebliebenen unddurch den ersten Weltkrieg so viel dringender gewordenen Probleme we-nige Jahre nach ihrer Gründung in Angriff nahm und versuchte, nichtnur Schäden zu heilen, sondern die Ursachen zu ergründen und ihnen ent-gegenzuwirken. Sehen wir uns das Inhaltsverzeichnis an, so werden nachdem grundlegenden Referat über' Sozialismus und Bevölkerungspolitik'der' Schutz der schwangeren Arbeiterin im Betrieb', die Fragen der' Prostituierung und Reglementierung' sowie der' Schwangerschaftsunter-brechung und-verhütung jeweils vom ärztlichen und vom sozialen Stand-punkt untersucht und behandelt, in einer Weise, die heute nicht veral-tet, sondern noch ausseordentlich aktuell ist. Wen verdanken wirdiese Arbeit, ebenso wie mache andere? Hat auch Marie Juchacz dieTagung nur mit einigen wenigen sachlichen Worten eröffnet, so wissenwir doch, wie sie als Vorsitzende der AW hinter dieser Arbeit stand.Darüber hinaus finden wir als Angang zum Protokoll eine Eingabe, dieMarie Juchacz im Namen der sozialdemokratischen Frauen Deutschlands bereits im Jahre 1918 an den Richstag zu den Gesetzentwürfen über Be-kämpfung der Geschlechtskrankheiten, Verhinderung der Geburten, Unfruchbarmachung und Schwangerschaftsunterbrechung eingereicht hat. Was Marie Juchacz in dieser Eingabe niederlegte, zeigt ihre grosse Sorge um dieFrauen und Mütter und um die gesunde Nachkommenschaft. So war die Je naer Konferenz nur eine Folge ihrer schon früher angestellten Erwägun-gen, und dafür können wir, die wir in der Weimarer Zeit an der Lösungder Probleme mitarbeiten durften und auch heute noch vor gleichen Pro-blemen stehen, ihr nur von Herzen dankbar sein."Familiars twigson-Nemes kapitet[ id scule Entwicklung der AppidAchille at[ Noch vor der von Louise Schröder erwähnten Jenaer Konferenz hattees in der privaten Sphäre der Schwestern Juchacz- Roehl einige Ver-änderungen gegeben, die nicht erschütternd waren, die aber erwähntwerden sollen, weil sie sowohl zum Bild der Zeit als auch zum Lebenvon Marie und Elisabeth gehören. Diese kleinen Veränderungen erga-ben sich als Folge der politischen Tätigkeit der beiden Schwesternund entwickelten sich zwangsläufig aus dem Wachstum der Kinder.Schon mehérere Jahre vorher, 1921, war Elisabeth aus der Stenzel-strasse 13 in Köln- Klettenberg in die Nähe des sehr schönen Kletten-bergparks gezogen. Hier war trotz aller Nachkriegswirrnisse ein