-
152-
.
Siedlungs- Komplex mit Ein- und Mehrfamilienhäusern entstanden,**In der Lorbergstrasse 28 im ersten Stock hatte sich Elisabeth einekleine Wohnung gemietet, die sie ganz nach ihrem künstlerisc_henGeschmack einrichtete. Maries Tochter Lotte hatte gerade ihr Abitu-rientenexamen bestanden, wollte Jura studieren und ging nach Berlin .Paul hatte schon mit jungen Jahren Geschmack an der Kandwirtschaftgefunden. Der noch in der Kriegszeit gemietete Schrebergarten in derSiebengebirgsallee war von ihm fachmännisch bewirtschaftet wordenund hatte dazu beigetragen, die dürftige Kriegskost mit frischen Ge-müsen, Salaten und Hülsenfrüchten zu bereichern. Es lag also nahe,dass er als landwirtschaftlicher Eleve in Freiburg im Breisgau be-Lisbethgann. Marie blieb mit ihrem Fritz, der das Realgymnasium in Köln lindenthal besuchte, vorerst alleine in Köln . Emil Kirschmann , dergesund aus dem Krieg nach Köln zurückgekommen war, betätigte sichsofort als eifriges Mitglied der Sozialdemokratischen Partei und ent-wickelte dabei seine journalistischen Fähigkeiten, sodass es nichtlange dauerte, bis er als Redakteur in die Rheinische Zeitung in Köln eintrat und bei seiner Tätigkeit als politischer Journalist durchWilhelm Sollmann und Georg Beier auf einen guten weg gebracht wurde.Emil und Elisabeth, die sich ja schon während des Krieges kennenge-lernt hatten, fanden sich nach dem Kriege in guter Kameradschaftwieder. Als dann endlich am 7. März 1922 die Scheidung von Elisabeth Roehl von ihrem Mann von dem sie seit dem Ausbruch des Kriegesnichts mehr gehört hatte ausgesprochen wurde, heirateten Emil undElisabeth, die jetzt unter dem Namen Elisabeth Airschmann- Roehl leb-te und arbeitete. Sie war nach* x* xxdax Auflösung der Nationalver sammlung durch den Bezirk Obere Rheinprovinz als Abgeordnete für denPreussischen Landtag aufgestellt und auch gewählt worden, fungierteals Stadtverordnete in Köln , und fand noch Zeit und Gelegenheit, sichauch journalistisch und schriftstellerisch zu beschäftigen. Emil Kirschmann war inzwischen auch als Abgeordneter in den Reichstag ge-wählt worden, dem auch Marie Juchacz seit seinem Bestehen angehörte,sodass es sich zwangsläufig ergab, dass das Dreigespann Juchacz- Kirschmann- Roehl längere Zeit in Berlin sein musste. In dieser Zeit schlugMarie einige Male vor, in Berlin ein zweites Zuhause zu gründen. Warsie selbst aus beruflichen Gründen im Rheinland , hatte sie in Köln immer eine Bleibe. Dasselbe erstrebte sie nun für Lisbeth. und Emil,die sich aber erst dann dazu entschlossen, als Emil als Oberregie-rungsrat in das Preussische Innenministerium gerufen wurde. Marieentdeckte in Berlin- Köpenick eine gerade entstehende Siedlung vonkleinen Einfamilienhäusenn, sprach mit ihren politischen Freunden