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Leben in diesen Ausschüssen von Tag zu Tag mehr bewiesen wird."Dieser programmatische Artikel, zwei Jahre nach der Gründung desHauptausschusses für Arbeiterwohlfahrt niedergeschrieben und zu Beginndes Jahres 1922 in einem" Jahrbuch für Arbeiterfrauen und Töchter"veröffentlicht, ist nur einer von vielen, mit denen Marie das Ge-wissen der Öffentlichkeit wecken wollte. Im gleichen Jahrbuch findenwir übrigens als Autorinnen von Aufsätzen die Namen von Frauen, diezu den damals aktuellen Problemen stellung nahmen, Frauen, die- wieMarie Juchacz nach dem Weltkrieg zum ersten Mal im Licht der poli-tischen Öffentlichkeit standen. So schrieb Marie Juchacz noch über" Das Wahlrecht der Frau"," Die Frau als Staatsbürgerin", Louise Schröder schrieb zum Thema" Mutterschaft", Clara Bohm- Schuch über" Die Frau und der Friede", Gertrud Hanna über" Frauen in der Ge-werkschaftsbewegung", Johanna Reitze über" Die Macht, der Presse",und über" Arbeiterinnenschutz"
Toni Pfülf über" Ziele des Sozialismus", und
diesen aktuellen Problemen
der Frauenkleidung".
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Es war für den Aukaxxx******* dd Biographen verlockend, diesen Abste-cher zu machen, der sich aber entschuldigen lässt, weil alle obengenannten Frauen zu Maries engsten und oft besten Mitarbeitern undFreunden rechneten so weit man bei dėésen Freundschaften das ganzPrivate ausschaltet.
Eine Frau, die ebenfalls xxx sehr früh den Lebensweg von Marie Juchacz kreuzte, war Erna Magnus, die xxx später in der Emigration in denVereinigten Staaten von Amerika wieder mit ihr zusammentraf. Was ErnaMagnus grundsätzlich zum Thema Wohlfahrtspflege und über die Entwick-lung der Arbeiterwohlfahrt zw. über ihre Aufgaben sagt, könnte eben-sogut von Marie Juchacz gesagt worden sein. Deshalb soll sie hier zuWorte kommen:
" Mitarbeit ehrenamtlicher Kräfte war seit der Einführung des Eäber-felder Systems um die Mitte des 19. Jahrhunderts charakteristisch fürdie Wohlfahrtsarbeit in Deutschland geworden.. Für Jahrzehnte aberwaren breite Schichten der Bevölkerung von solcher Mitarbeit prak-tisch ausgeschlossen gewesen durch lange Arbeitstage und auch durchVorurteile mancher Art gegen die Angehörigen der Minderbegüterten, de-nen der Zugang zu einer umfassenderen Schulung für lange Zeit ver-schlossen war.
Lebensbedingungen zu schaffen, die es den Menschen ermöglichen, ihreeigenen Kräfte voll zu entfalten und ein menschenwürdigeres, freude-erfülltes Dasein zu führen, darum war es der Arbeiterwohlfahrt von An-