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die Fülle dieser ehrenamtlichen Mitarbeiter war die praktische Arbeitaber nicht zu bewältigen. Die Anregung kam von Lisbeth, und Mariegriff sie sofort auf:
" In sämtlichen Bezirksausschüssen wurden Lehrgänge auf arbeitsgemein-schaftlicher Grundlage für den ehrenamtlichen Mitarbeiterstab einge-richtet. Borträge und Tagungen, bereichert durch Führungen, Besichti-gungen und Ausstellungen förderten und erweiterten die Kenntnisse derHelfer. Vor allem wurde in den Arbeitsgemeinschaften die Wohlfahrtsge-setzgebung und ihre Durchführung im einzelnen gründlich behandelt undan praktischen Beispielen erläutert. Auch die schriftliche Berichter-stattung wurde geübt, um die Mitarbeiter insbesondere für die öffent-liche Wohlfahrtspflege vorzubereiten. Aus den Berichten, die für die-ses Arbeitsgebiet von insgesamt 24 Bezirken im Jahre 1926 vorliegen,konnte eine Teilnehmerzahl von rund 28 000 Personen festgestelltwerden."
Kurz zuvor wurde einmal die Zentralwarenlotterie erwähnt. Der Gedankedazu wurde schon lange vorher geboren, aber jeder Schritt, den Mariedazu unternahm, endete vor irgend einer technischen, organisatorischenoder bürokratischen Wand, Jede Verhandlung mit zuständigen Stellenführte zu dem Ergebnis, dass der Vorbereitungsaufwand das wahrschein-lich fragwürdige Ergebnis nicht lohne. Aber gerade an diesem Beispielzeigte sich die Zähigkeit, mit der Marie eine einmal gefasste Idee,von der sie sich etwas versprach, so lange verfolgte, bis sie es danndoch schaffte:
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" Nach unendlichem Bemühen war es gelungen, die Genehmigung zum Zusam-menschluss der Länderlotterien zu einer Zentralwarenlotterie für dasgesamte Reich zu erhalten. Das Spielkapital von zwei Millionen Mark ergab eine Loszahl von vier Millionen, und das erfreuliche Ergebnis war,Lehrkräfte geben einer Schule ihr Gesicht so gut wie Schüler. Beidehauptamtlichen Lehrkräfte der Schule, Dr. Erna Magnus und Dr. SuseSchulze- Hirschberg, wurden mir von Marie Juchacz empfohlen, und vonden nebenamtlichen Kräften Louise Schroeder . Die Lehrkräfte vereint,unter ihnen auch Dr. Hilde Oppenheimer, Franz Goldmann, Walter Fried länder und Dorothea Hirschfeld , haben dieselbe Freude empfunden wieich an unserem Experiment, an der ersten vollen Berufs- und Fachschule.der Arbeiterbewegung mitzuwirken."
festhielt.
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Wir haben vereint versucht, eine Schule zu fördern, die auf die Be-sonderheiten des einzelnen Schülers und der Schüler als Kollektiv ein-ging, sie mit den Idealen und dem Charakter der Arbeiterbewegung ver-