Akte 
Manuskript "Leben und Arbeit"
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

-262-

So wie diese Kuriere, die in der Heimat Gebliebenen und auch die Emi-granten ständig um ihre Freiheit spielten, xa um den Glauben an die

bessere Zukunft wach zu halten. so setzten aich

Auf Seite 262 einschalten!

Marie und Emil

keinem Mittel zu-eamte, als zivi-

as Tun und Trei-

Emil Kirschmann hat in einem Brief an seinen BruderAugust die Erinnerung an diese Zeit kurz festgehalten:" Nach der missglückten Abstimmung im Saargebiet, die eineinziger, grosser politischer Betrug war, den die zu die arie und Emilser Zeit führenden Politiker Europas zugunsten Hitlersan der Saarbevölkerung verübten, gingen wir nach Frank­ reich , zuerst nach Metz , und dann nach Mühlhausen . Schonin Forbach startete ich mit Freunden- und setzte dasdann intensiv in Mühlhausen fort eine Nachrichten-

Erna und ela

Wieder mussten

Schönheiten die-

b uns auch nicht

r die weiteren

Und seltsam ge-

sammlung, die" Freiheitskorrespondenz", über Vorgänge in werden. us gingDeutschland und fütterte damit eine grosse Zahl europä-ischer und auch amerikanischer Zeitungen und Organisa-tionen. Unser Betrieb entwickelte sich sehr gut, bisdann der endgültige Kriegsausbruch eine völlige Änderungerzwang. Es ist richtig, dass erst der lo. Mai 1940 die die Maginotlinie,eigentliche Wendung brachte, denn während der acht Monarat war unserete' phoney war' sassen wir im zwar verdunkelten Mühl­ hausen , waren aber sonst ungestört und machten unsereArbeit.- Am 9. Mai 1940, abends, kamen mein Freund undich auf einer unserer nicht immer leicht durchzuführen-den Informations- und Beobachtungsreisen in Esch in Luxexemburg an. Am nächsten Morgen, dem Tag des Kriegsaus-bruchs, machten wir mit kleinem Gepäck' und zu Fussunseren Weg durch die Linien der deutschen Parachute-Truppen, kamen unbemerkt über die französische Grenzeund endlich auch nach Mühlhausen , wo uns unsere Leute,bereits aufgegeben hatten. Desto grösser war die Freude, Marie, mit anderdass wir es nach vielen Tagesfussmärsehen und mit eini- inique, der male-gen abenteuerlichen Umwegen doch noch schafften. Aberdiese Freude war kurz."

die AF of L. ver-amerikanischen

sa zu erteilen.war geschlossen.

onatelanges War-

Mitte 1941-andere Notaus-

in Empfang neh-

ie heute ebenfalls

Bereits im Sommer 1939 hatte sich die bis dahin fest zu-sammenhaltende Gruppe der Emigranten trennen müssen.Erna und Jola Lang, Maries und Emils gute Freunde, Wa->ren nach Paris gegangen:" Keiner von uns hat viel vonden besungenen Schönheiten dieser Stadt empfunden. Wirhatten andere Sorgen. Es blieb uns auch nicht viel Zeit,denn die Kriegsmaschine Hitlers überrollte die Maginot-linie, und wir mussten wieder einmal davonlaufen."Marie und Emil erging es mit den wenigen Freunden genau hie geleistet:" Am 14. Juni, dem Tage der Besetzung von Paris , mussten er politischenwir Mühlhausen räumen. Mit einem kleinen Lastwagen ka-men wir bis Belfort , und von dort ging es mit dem wirk-lich allerletzten Zug nach Südfrankreich Nach zehntägiger, beschwerlicher Reise landeten wir in den Pyrenäen ,wo wir fürin der Nähe von Pau in einem kleinen Dorfdie Dauer von acht Monaten Unterschlupf be Bauern fan- füreinander. Es

so:

den

Ich sehe heute noch unsere kleine Mühlhausener Kolo-nie auf der Flucht, jeder von uns ein kleines Bündelin der Hand, Marie mit einem Marktnetz mit einem PaarSchuhe darin und einem zerrissenen Kleid. Das war al-les. Und es war nicht das erste Mal, und nicht derSchluss.

hzuhalten? Um

jungen Jahredas Erlebnis

lt hatten da-

war für uns ine, ausgegliche-

h