Akte 
Manuskript "Leben und Arbeit"
Entstehung
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So wie diese Auriere, die in der Heimat Gebliebenen und auch die Emi-granten ständig um ihre Freiheit spielten, xa um den Glauben an diebessere Zukunft wach zu halten, so setzten sich auch Marie und Emilim Elsass ein. Die Gestapo scheute damals schon vor keinem Mittel zu-rück, und mehr als einmal geschah es, dass Gestapo - Beamte, als zivi-listen getæant, ein all zu deutliches interesse für das Tun und Trei-ben der im Elsass lebenden Emigranten. zu denen auch Marie und EmilErna und ela

Cdes Dorfcheus Sauvagnon

Diese Menschen werden in unserer Erinnerung immer einenEhrenplatz einnehmen. Sie waren hilfsbereit, anständig in Wieder musstenGesinnung und Haltung, und haben uns- obwohl sie wusstenwer wir waren- niemals fühlen lassen, dass wir zwar Emi- werden. us ginggranten, aber dennoch Angehörige einer' feindlichen' Na-tion waren. Auch dann nicht, als sie von und durch dieBesatzung recht viel Bedrückung und Knappheit auf allenGebieten zu erleiden hatten.

Erna und Jola Lang ergänzen diesen Bericht:

so konnten wir wenigstens

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Hier erfuhren die schon früher in USA angekommenen Freun-e Einzelheiten xxxxxxx über den beschwerlichen Weg, denMarie Juchacz , Emil Kirschmann und Kaethe Fey gehen muss

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Die Einreise- Visa für die USA hatten wir uns schon Ende inique, der male-eptember 1940 in Marseille geholt, aber abgereist sind

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Mitte 1941

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ir erst im März 1941, da wir in Frankreich " überwintern" onatelanges War-ollten. Es fiel uns schwer, Europa zu verlassen, dennir alle wussten, dass die Entscheidung auf dem europä-schen Festlande fallen würde, und wir wollten den Dingen andere Notaus-och möglichst nahe bleiben. Dass wir uns dann schliess-ich doch entschlossen haben, den letzten Schritt zu tun,erdanken wir der Gestapo , die an uns ein so grosses In-eresse hatte, dass sie der französischen Regierung ver-ot, uns das Ausreise- Visum zu geben."

Es war einer der seltenen Glücksfälle, dass Ma-Tie Juchacz und Kaethe Fey im letzten Augenblickdann doch das Ausreise- Visum erhielten und aufein Schiff gebracht wurden, das sie zur InselMartinique brachte. Beim Abschied war Emil KixKirschmann guten Muts. Trotz seiner angegriffe-nen Gesundheit- beim Holzfällen in Sauvagnonhatte er sich körperlich überanstrengt und ei-nen leichten Schlaganfall erlitten- wollte eralles versuchen, um so schnell wie möglich nachMartinique nachzukommen, um dann von dort ausgemeinsam mit den beiden Frauen über den Oceanzu fahren.

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Was Emil Kirschmann nach der Abreise, der beidenFrauen erlebte, könnte aus einem billigen Romanstammen. Er war wirklich einer der letzten, derin der Nähe von Marseille blieb, und wurde aus-serdem von der Gestapo gesucht. Ein französischerOberst aus verständlichen Gründen soll sein Name nicht genannt werden- brachte es fertig, Emil Kirschmann nachts auf einen Frachter zu schmuggelder noch in den frühen Morgenstunden nach Casa-blanca auslaufen sollte. Dieser Oberst, der überdie Absichten der Gestapp gut unterrichtet wur-de, gab ihm noch eine Giftkapsel mit, für denwirklich äussersten Notfall.

In Casablanca hatte das Schiff noch nicht richtifestgemacht, als schon einige Zivilisten an Borderschienen und unter einem Vorwand mit der Durchsuchung begannen, die sich auch auf die untersteLagerräume, indenen sich Emil Kirschmann verstechatte, erstreckte. Dass er nicht entdeckt wurde,lag an der spärlichen Beleuchtung und******daran, dass die Herren es waren Beauftragte derGestapo - keine Taschenlampen bei sich hatten.So gingen sie an dem grossen Sack vorbei, hinterdem sich Emil zusammengekauert versteckt hielt,die Giftkapsel des französischen Obersten in derHand, ehe ihn zu bemerken.

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Bei Nacht und Nebel wurde Emil dann vom Frachterheruntergebracht und wieder durch die vorsor-gende Unterstützung des französischen Oberstenauf ein anderes Schiff gebracht, das sofort daranach Martinique auslief.

Auf der Insel feierte Emil dann mit Marie Juchacund Kaethe Fey, die zusammen mit anderen Emigranten in einem Sammellager untergebracht waren, einherzliches Wiedersehen.

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