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ben Sie mit mir in Verbindung. Von allen Freunden in Bryn Mawr und Pen-dle Hill sollich herzlich grüssen."*
über ihr vorläufiges Asylin Scattergood
So sehr sich Marie freute, so unangenehm war ihr der Beigeschmack, derdieser Reise dadurch anhaftete, dass sie nur mit einem
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" Enemy alien
travel permit", notariell beglaubigt und auf sechs Monate Abwesenheitbefristet, fahren konnte, und dass sie verpflichtet war, sich sofortnach Ankunft beim' United States Attorney' in Des Moines in der Nähe vonScattergood zu melden. Sie stand in diesem freien Land ständig un-ter Kontrolle und konnte ohne Erlaubnis keinen Schritt unternehmen.mitfühlendeAndererseits war sie tief berührt besonders durch die Art von HelenDay(" Nach jeder bösen Nacht ist sie der gute Tag"), die sich bis nachScattergood erstreckte. Sie nahm Marie den ganzen bürokratischen Kramab, der sich zwangsläufig ergab. Ihre Hinweise und vorformuliertenRubriken der Formblätter waren ein Wegweiser, ohne den sich Marie al-leine niemals ausgekannt hätte.
Unterlagen
Diete, die aus den Wochen um die Jahreswende 1941/1942 vorliegen,sind so umfangreich, dass ihre Erwähnung in diesem Buch nicht möglichint te beweisen aber die Aktivität, mit der Marie und Emil am Werkecauchwaren, um nicht nur für sich selbst, sondern für viele andere Hilfehatten, noch in ihrer Meriden- Zeitzu finden. Marie und Emil on sich des ofteren in New York undanderswo mit früheren Freunden, mit Grzesinski , Brauer, Hirschfeld,und während sie manchmal selbst nicht wussten, woher sie etwas Geldbekommen könnten, dachten sie an andere, die in der gleichen missli-chen Lage waren.
Betrallen
Diese Bemühungen hörten auch nicht auf, als Marie in Scattergood an-kam und sich sofort in die Arbeit stürzte, indem sie die ihr zugewiesenehaushälterischen Arbeiten ausführte und an den englischen Sprachkursenim Haushalt
teilnahm.
" Ich arbeite gerade in englisch - systematisch ein Buch durch, esenthält zwölf stories über berühmte Leute, die sich unter Schwierigkei-ten durchgekämpft haben. In englisch sollte ich einen gedrängten Be-richt darüber geben. Es ging für mein Gefühl sehr schlecht, aber ichhabe hart gearbeitet und werde nicht nachlassen. Letzten Mittwochhabe ich den x*************** я rischen Bergarbeiterfilm gesehen.Nachdem waren einige von uns mit in einem Studentinnenheim zum Dinner,und dann ging es in ein Konzert zum Union University Studentenheim.Das Essen mit mehreren hundert girls in einem grossen Diningroom beiKerzenbeleuchtung und Bedienung durch Studentinnen war aufgemacht wieeine grosse festliche Veranstaltung, aber man hatte trotzdem das Gefühl,dass es der tägliche Betrieb ist. In den parlours herrscht Reichtumund Bequemlichkeit. Und von dem anderen Haus und seinem Reichstum kann
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