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mal dort und gehe nun so oft wie möglich hin. Es ist ein leerer undkahler Raum, der nur einfache Bänke hat mit Rückenlehnen, ebenso kah-le, weisslich- graue Wände, in der Mitte ein glühender ofen. Dort sitztman ganz still. Jeder denkt, an was er will, an seinen Gott, an den ver-gangenen Tag oder an den, der kommen wird. Wenn die Viertelstunde oderzwanzig Minuten( ich habe noch nie nach der Uhr gesehen) um sind und mantritt ins Freie, dann ist man wunderbar erfrischt und ausgeruht. Oftsteht dann unmittelbar vor Dir der grosse, aufgehende Sonnenball in derweiten, schweigenden Schneelandschaft, und Du siehst diese Schönheit undempfängst sie wie ein Geschenk. Es erfüllt mich mit starker Freude, dassich das noch immer so aufnehmen kann. Jetzt, beim Schreiben, kommt mirder Gedanke, wie klug es doch ist, ein solches meeting einzurichten, indas a 1 1 e gehen können. Es ist der Ausdruck einer klugen Toleranz,mehr lebensklug und wissend, als fromm.
Unter den Gästen in Scattergood befand sich auch ein Ehepaar Adler:
" Er ist Arzt, es fehlt ihm ein Bein, er trägt eine Prothese. in Frank furt hat er praktiziert und war dann in Paris , wo er draussen in derTurmsiedlung wohnte und utto Wels bis zum Tode behandelt hat."
gläubiger,
Da Adler ein jüdischer Arzt war, interessierte es Marie, wie das kirch-liche Problem mit diesem Manne gelöst würde:
" Mehr als irgendwo, noch mehr als zum Beispiel in Meriden, ist die Kir-che gesellschaftlicher Zentralpunkt. Die whist- und Bridge- Party, gesel-lige Veranstaltungen aller und jeder Art, Versammlungen usw. gehen vonder Kirche aus. im Ort hier sind zwei Kirchen verschiedener Art, und sietauachen freundschaftlich ihre Pfarrer aus. Als Adler sagte, dass erJude sei, war die Antwort:' Aber das macht doch nichts, uns stört dasnicht, es kann jeder zu uns kommen. Das sieht aus wie eine gelächelteSelbstverständlichkeit und Toleranz, und ist doch im Grunde vielleichtkeine, denn ebenso lächelnd und ohne weiter darüber zu eifern werdensie dann dem Betreffenden in seiner Einsamkeit belassen."
"
Wenn Menschen- so wie Mazie- in eine in sich abgeschlossene Sphärekommen, stürzen sie sich begreiflicherweise auf alle Einzelheiten, auchauf die nebensächlichsten, um damit de Lücken auszufüllen. Wenn mandie Briefe von Marie an Emil aus dieser Zeit durchliest- sie sind zumgrössten Teil erhalten-, bekommt man nicht nur eine Vorstellung vonScattergood, sondern auch vom problemerfüllten Einzeldaseina aller Ein-wohner. Maric machte aber mit ihren Briefen insofern eine Ausnahme, als