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gees in France . Ich hatte Gelegenheit, einen Quäkerbericht zu lesen,der davon spricht, dass die Menschen teilweise so apathisch sind, dasssie nicht mehr zur Selbsthilfe fähig sind, wenn ihnen Material irgendwelcher Art zur Verfügung gestellt wird.".
Am 15. März 1942 wurde Marie in Scattergood 63 Jahre alt:
" Der Tag verlief wie alle anderen, mit dem Unterschied, dass mir amAbend das' happy birthday' gesungen xxxdя und dann gemeinsam der birth-day- cake verzehrt wurde."
Dafür gab es acht Tage später eine desto grössere Aufregung in Scat-tergood: Marie schreibt am 22. März:
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" Hast Du schon von der Sängerfamilie Trapp gehört? Sie sind in Salz burg zu Hause, haben schon bei den Festspielen mitgewirkt und reisennun, seit Hitler , in der Welt umher: Mann, Frau und zehn Kinder, vondenen sieben mitwirken. Zwei Mädchen sind noch schulpflichtig, ein' little Johannes' ist drei Jahre alt und wurde****- gleich nach An-kunft in den USA hier geboren. In den Konzerten wirken die Mut-ter( 50), zwei Söhne( der älteste 30%, hat Medizin studiert) und fünfTöchter mit. Ausserdem noch der Hausgeistliche Dr. Franz Wassner. DerVater war früher in Österreich ein bekannter Musiker, wirkt aber nichtmit, sondern arrangiert die Fahrten und begleitet die Familie. Nichtunbeteiligt an dieser' Wander- Idee' soll die Sängerin Lotte Lehmann sein, die im Trapp- Haus in Salzburg , in dem immer gute Musik gepflegtwurde, verkehrte. Die Seele des Ganzen ist die Mutter, die mit vielechtem, garnicht kitschigem Charme das Wort führt und unverkennbar dieAutorität ist. Sie singen und spielen klassische Musik, Choräle, aberauch Volks- songs, und jodeln können sie auch. Die ganze Familienge-die Trappsschichte ist mir deshalb so geläufig, weil sie uns get och be-suchten, nachdem sie gestern in Iowa ein Konzert gegeben hatten. Einhier im Hause lebender österreichischer Musiker hatte sich nach demKonzert seinen Landsleuten vorgestellt und der interessante Besuchder Sängerfamilie in Scattergood war die Folge. Sie platzten mittenin unseren lunch, mit dem eine Kindergeburtstagsfeier verbunden war,und der Geburtstagskuchen stand aufgeschnitten als Nachtisch bereit.Mit Kaffee. So war es zugleich eine gute und schnelle Möglichkeit, diezehn Gäste zu bewirten und wir hatten die beste Gelegenheit und Mög-lichkeit zur Unterhaltung und zum Ausfragen. Natürlich machten sie unsauch noch eine schöne Hausmusik, und die Mutter, die sich in denvorhergegangenen Gesprächen über das Haus und seine Insassen informierthatte, hielt uns eine kleine Englisch - Rede über ihre Ankunft in New