Akte 
Manuskript "Leben und Arbeit"
Entstehung
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Weiterbeförderung.- Es geht mir gut, und im Augenblick bin ich sogaretwas' vergnügungssüchtig': Bob nahm mich mit in den Film' The MaleundAnimal ', einen für amerikanische Verhältnisse guten Film, sehr gut ge-spielt, um einige ernsthafte, oft nur angedeutete Themen waren teilwei-se lustige oder lustig sein sollende Dinge herumgebaut. Am Nachmittagfand eine tee- party statt, im home einer lady, die sich geschickt aufKrücken bewegte, jung, gepflegt, gross und schlank, mit sehr kurzemKleid, so wie es fast jede Dame hier trägt. Die Frauen sehen manchmalwie Balletteusen aus. Bei dem Tee gab es viel How- do- You- do, I- am- glad-to- see- You, It- was- very- nice, Very- glad- to- meetYou, Is- nt- it- wonderful?,Please- come- again unds oweiter. Das sind die Floskeln, die ich noch ler-nen muss, ich kann sie besser schreiben als sprechen. Es war alles xxkxoberflächlich und konventionell, mit einigen Ausnahmen, mit denen man xxsich in kleinerem Kreis hätte gut unterhalten können.Käte hat also

etwas

nun ihr first paper. Das ist gut. Sie schickte mir- ich nehma an, an-lässlich des Muttertags - ein woman- magazin, und aus dem Absender ersahich, dass es wohl mit einer Stelle als Säuglings- nurse noch nichts ge-worden ist.- Dass das Jewish Labor Committee Léon Blum ehrt, finde ichdoch sehr gut and fine. In der Volkszeitung vom 2. Mai las ich einen Ar-tikel von Dr. Mirtil Weil. Einige Stellen darin waren mir etwas zu trä-nenvoll, aber im ganzen habe ich ihn doch gerne gelesen. Dass man auchhier in den USA an sich schöne Veranstaltungen durch Überlänge entwer-tet, überrascht mich, ich hätte es nicht für möglich gehalten. Es freutmich aber, zu wissen, dass Du Dein Einsiedler- Dasein manchmal unter-brichst.

Aus den Zeitungen, die Du mir schickst, finde ich stets einige interes-sante und für mich wichtige Dinge heraus. Mein Englischlernen ist all-mählich zu einem sozialen Studium geworden. Bob gibt mir Lektüre aus sei-ner eigenen Sammlung, so zwei Broschüren,' Americans Children' und' Youth in the world of today', zwei Essays aus der organisatorischenArbeit Amerikas . Diese beiden Broschüren ackere ich regelrecht durchund schreibe darüber. Ich habe Dir in letzter Zeit nichts von diesemMaterial geschickt, weil ich die Sachen für meine Arbeit zusammenhaltenmuss. Gelegentlich bekomme ich hier gute Monatsschriften, wie' WomansPress' oder' Survey', letzteres eine soziale Monatsschrift, sodass ichtatsächlich mit den Fragen aus meinem früheren Fach beschäftigt bin. Ne-ben dem sachlichen Interesse ist es ja auch tatsächlich so, dass mirdiese Terminologie am bekanntesten ist. Bob gab mir ausserdem kürzlichein dickes Exemplar von' Fortune'- man findet es nur noch in libraries-das wertvolle Beiträge aus dem Wirtschafts- und sozialen Leben Amerikas