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Die Beurteilung ihrer Situation wäre in diesen Tagen wahrscheinlichganz anders ausgefallen, wenn sowohl Marie als auch Washington gewussthätten, dass der' Deutsche Reichsanzeiger und Preussische Staatsanzei-ger" in der Nr. 225 vom 25. September 1942 eine Bekanntmachung veröffent-lichte, nach der auf Grund des in der Hitlerzeit gültig gewordenen Ge-setzes auf Widerruf von Einbürgerungen und Aberkennung der deutschenStaatsangehörigkeit etwa 75 Personen die deutsche Staatsbürgerschaftaberkannt* x* x* x* x* adaxak wurde. Auf dieser Liste der nunmehr Staaten-losen stand an 27. Stelle Marie Juchacz .
Während Marie zur Sta** X* X* XX** kigxander
Anspruch:
" Heute bin ich starkdie wieder ins Semesttenbildern auf. Das M
Schattenbilder entwor
Mit gleicher Post ging ein Brief an Dr. Walter Friedländer ab:
" Lieber Walter Friedländer , ich hoffe, Sie undIhre Frau sind mir nicht böse, weil ich mich nachden vielen Freundlichkeiten, die ich in den Chi-Wenige Tage später so cagoer Tagen von Ihnen erfuhr, nicht einmal mel-
" Ich richte alles dazu können. In Chicago legen, um noch den esprechen. Von Bellain dem sie auch sagtLöffelstiel' für mic
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So bereitete Marie iihr nur noch von einEmil Kirschmann ausnoch bleiben solle.legung von Terminenalles vorbereitet:
" Heute kam ein Brieften. MinnaChicago ab, Hilde Pesam Donnerstag in Newbis dahin mit der gemmir natürlich lieber,
In der Ausgabe vom 27tigte" Scattergood Ho
dete.
Von Hertha Kraus bekam ich einen Brief, in demsie ausdrückt, dass sie es versteht, dass ichnach New York zurückgehen will. Sie will mir auchhelfen, wirtschaftlich Fuss zu fassen, das heisstsie schlägt vor, es als' practical nurse' odermit etwas ähnlichem zu versuchen. Ich glaubenicht, dass ich das noch kann, hatte ihr vorherauch deutlich geschrieben, dass ich zu körperli-chen Leistungen von irgendwelcher Bedeutung nichtmehr fähig bin. Merkwürdigerweise schreibt siegarnichts von dem Plan, den man mir hier- untermitteilte.DiskretionAltersheim!"
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Da für fühlte sich Marie ber nun doch noch nichtalt genug, und ihr Verstand arbeitete ja genau sointensiv und gründlich wie früher, ihre Interes-sen waren ja nicht erlahmt, im Gegenteil, siebrannte ja darauf, etwas zu leisten, aber dieZeit war noch nicht reif dafür, der Krieg hatteeinen Höhepunkt erreicht, und niemand wusste, wiees weiter- oder gar ausgehen würde, und die Inter-essen der Menschen waten auf den eigenen persön-lichen Kreis eingestellt.
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